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Bericht von der Herbsttagung APS 2007 in St. Georgen/Längsee
„glauben.heute? – heute.glauben!“
am 6. September 2007
 
 

   
  Eine große Anzahl von ReligionslehrerInnen an APS versammelten sich wiederum zur traditionellen Herbsttagung am 6. 9. 2007 im Bildungshaus St. Georgen, die nach 30 Jahren RPI nun die neue Zeit der Fortbildung an der KPHE Kärnten einleitete. Für die musikalische Umrahmung sorgte Waltraud Schifrer-Leopold mit Musikerinnen der zukünftigen KPHE.
Nach der Einstimmung durch den geistlichen Assistenten Mag. Johannes Pichler
und den Grußworten der Schulamtsleiterin und der neu ernannten Institutsleiterin Dir.in Mag.a Wolf entfaltete die Karmelitin und Gründerin des Edith-Stein-Karmels
in Tübingen Sr. Waltraud Herbstrith die Thematik des Jahresschwerpunkts in drei Referaten. Ausgehend von ihrem persönlichen Lebens- und Glaubensweg brachte sie ein lebensnahes Bild der 1998 in Rom heilig gesprochenen Karmelschwester Benedicta vom Kreuz (Edith Stein)und gab dann am Nachmittag Impulse für eine Alltagsspiritualität im Sinne eines Weges in die Stille.
Beeindruckt zeigte sich die Vortragende in ihrer Einführung von der lebensweltlich gewendeten Theologie Karl Rahners mit ihren auch mystagogischen Ansätzen, dessen Mitarbeiterin und wissenschaftlichen Nachfolgerin Gerlinde Pissarek-Hudelist, dem Religionspädagogen Adolf Exeler und dem Gründer der Mönchsgemeinschaft von Taize Roger Schutz. Die Zukunft der Kirche hänge wesentlich am Wirken der ReligionslehrerInnen, die die verantwortungsvolle Aufgabe haben, das Wort Gottes in heutiges pädagogisches Wirken zu übersetzen.
Die Verbindung von Aktion und Kontemplation sei eine wichtige Aufgabe, die Edith Stein in ihrem Leben als Jüdin und Christin - sie hat ihre jüdischen Wurzeln nie verleugnet - vorbildhaft verwirklicht hat. Das von ihr nach dem Vorbild des Ordensvaters Johannes vom Kreuz geübte „innere Beten“ stelle zugleich (entsprechend den Aussagen des jüdischen Professors Davidowitsch) eine innere Brücke von Judentum und Christentum dar.
Eine einfache und doch so bedeutsame (Glaubens-)Wahrheit, der sich die heilige Karmelitin im Tiefsten verpflichtet wusste: „Wie man es anfangen könne, an der Hand des Herrn zu gehen“, hat seine Wurzeln im alttestamentlichen Bild eines mütterlichen Gottes.
Bei der abschließenden Eucharistiefeier in der Stiftskirche, die Bischofsvikar
Dr. Colerus-Geldern in Vertretung des Diözesanbischofs gehalten hat, wies dieser bei seiner Predigt darauf hin, dass die große und unersetzliche Aufgabe der ReligionslehrerInnen bei allen Anfechtungen – auch und gerade des Glaubens – darin liege, das „einzig Notwendige“ den Menschen zu bringen und in liebender Proexistenz diesen Glauben zu bezeugen.
An 29 neue KollegInnen im Dienst der schulischen Verkündigung überreichte er dann in der darauf folgenden Sendungsfeier die von SAL Birgit Leitner vorbereiteten Unterlagen der „missio canonica“.
                                                                                                   Ludwig Trojan