Europäischer Tag der Sprachen - Evropski dan jezikov:
          "Sprachfähigkeit als Kompetenz" -
          "Jezikovna sposobnost kot kompetenca"
am 26. September 2007 im Diözesanhaus in Klagenfurt
 
 

EUROPÄISCHER TAG DER SPRACHEN

26.september, 14:30 -17:00



 

EVROPSKI DAN JEZIKOV

VERANSTALTUNG/PRIREDITEV:

"Sprachfähigkeit als Kompetenz“
„ Jezikovna sposobnost kot kompetenca“

PROGRAMM – SPORED

Sprache als Kommunikation, Dr.Felix Kucher – jezik kot komunikacija
Sprache im Religionsunterricht (Gebärdensprache), Mag. Gerda Gstättner – jezik v verouku
Slowenische Sprache im Religionsunterricht, FI Mag.Ivan Olip – slovenščina v verouku

Buchpräsentation: »Verujem. Ich glaube«
Prezentacija knjige: »Verujem. Ich glaube«

Anlässlich des „Europäischen Tages der Sprachen“ am 26.September 2007 fand, wie bereits im vergangenen Jahr, im Diözesanhaus in Klagenfurt die Veranstaltung der KPHE – Kärnten, unter dem Motto:  „Sprachfähigkeit als Kompetenz“, mit 75 TeilnehmerInnen statt.

Die Initiatorin und Moderatorin der Veranstaltung, Mag. Liliane Hübl, begrüßte die Anwesenden auch in slowenischer Sprache:
„ Danes praznujemo z 45 deželami Evrope – « Dan evropskih jezikov ». Jaz Vas prisrčno pozdravljam in se veselim, da ste prišli k naši prireditvi in da lahko skupaj praznujemo ta pomembni dan, ki ga na podbudo evropskega sveta podpira avstrijski center za jezikovno kompetenco. Dobrodošli – willkommen – benvenuti!“

Weiters begrüßte sie:
Die Frau Schulamtsleiterin des bischöf-lichen Schulamtes Mag. Birgit Leitner und dankte für die tatkräftige Unter-stützung bei der Vorbereitung der Veranstaltung. Ebenso dankte sie der Instituts-leiterin der KPHE – Kärnten, Mag. Lieselotte Wolf für das Interesse und für die Hilfe bei der Durchführung des Projektes.

Die Begrüßung galt auch den FachinspektorInnen des bischöflichen Schulamtes, dem Fachinspektor für den zweisprachigen Religionsunterricht Mag. Ivan Olip, der auch Referent und spiritueller Begleiter war und dem FI Mag. Anton Boschitz, der voriges Jahr für den musikalischen Rahmen gesorgt hat.

Herzlich begrüßt wurden auch der Landesschulinspektor für das Minderheitenschul-wesen Thoma Ogris, der Leiter des Hermagoras–Verlages, Franz Kelih, Dipl.Päd. Angela Kulmesch, der geschäftsführenden Leiter der slowenischen Abteilung des Seelsorgeamtes Mag. Anton Rosenzopf–Jank und alle Gäste, die zu der Veranstal-tung gekommen waren.
Zu den mitwirkenden Kindern sagte Mag. Liliane Hübl:
„Ich freue mich ganz besonders, dass ich viele Kinder und Jugendliche begrüßen kann. Sie werden uns das heutige Sprachenfest verschönern: Kindergruppe Radsberg mit der Leiterin Heidi Lampichler und die Jugendgruppe Waidisch unter der Leitung von Kelih Hermann, Kulmesch Nadja, und Sukalia Magda.

Prav posebno pa me veseli, da danes lahko tudi otroke in mladino pozdrvim, ki nam bodo to prireditev z glasbo in igro olepšali: Otroško skupino Radiše in mladinsko skupino Bajtiše. Dobrodošli, willkommen, benvenuti!“

Nach der Begrüßung hat Mag. Liliane Hübl auf folgende Ziele des „Europäischen Tages der Sprachen“ aufmerksam gemacht:
Zur Wertschätzung alles Sprachen und Kulturen beizutragen, die Vorteile von Sprachkenntnissen bewusst zu machen, die individuelle Mehr-sprachigkeit zu fördern und zum lebensbegleitenden Lernen von Sprachen zu motivieren.
Rückblickend hat sie in den Ausführungen den regionalen Aspekt, den Frau Schulamtsleiterin Mag. Birgit Leitner bereits im vergangenen Jahr betont hat, in Erinnerung gerufen:
„Unsere Teilnahme am Europäischen Tag der Sprachen und die heutige öffentliche Präsentation des Lernbuches für den zweisprachigen Religionsunterricht: Verujem. Ich glaube, von Dipl.Päd. Angela Kulmesch, ist ein klares Bekenntnis der Katholi-schen Kirche in Kärnten zur Zweisprachigkeit in unserem Land. In diesem Zusam-menhang betonte SAL Mag. Leitner, dass die Unverwechselbarkeit und die Würde des einzelnen Menschen mit seinen religiösen, kulturellen und sprachlichen Präg-ungen immer auch im direkten Zusammenhang mit dem Wohlergehen der Gemein-schaft, der Gesellschaft zu sehen sind.“
Bei dieser Gelegenheit hat Mag. Hübl eine wichtige Aussage vom Landesschul-inspektor für das Minderheitenschulwesen Thomas Ogris zitiert, der bei der Veran-staltung im Vorjahr die Bedeutung und die Chance dieses Tages, der in vielen Ländern Europas gefeiert wird, mit treffenden Worten bekräftigt hat: „Wichtig ist die Vielfalt der Kulturen und Sprachen zu erhalten und dabei zu achten, dass wir selbst als Vorbilder für unsere Kinder dastehen und den Mut haben sollten, das zu leben, was wir bekennen. Die zweisprachige Bildung und Erziehung ist nicht mehr nur ein exklusives Minderheitenangebot, sondern offen für alle.“

Nach einem Rückblick, über die Aktivitäten der Veranstaltung des Vorjahres, wurden die Programmpunkte und das Motto der heurigen Veranstaltung vorgestellt: „Sprachfähigkeit als Kompetenz – jezikovna sposobnost kot kompetenca, Impulsreferate zum Thema: „Sprache – Kommunkation“ und eine Buchpräsen-tation mit Kostproben daraus, die musikalisch entsprechend begleitet werden.
 

Mit dem Lied: „Kinderlachen – otroški smeh“, hat die Kindergruppe Radsberg für fröhliche Einstimmung gesorgt und hat damit gezeigt, dass die Sprache der Musik zu Herzen geht und die Menschen zusammenführen kann.

Im anschließenden Block standen Referate im Mittelpunkt:

SPRACHE ALS KOMMUNIKATION:
Dr. Felix Kucher ist es in seinem Referat
gelungen, mit vier Hinweisen:
1. Philosophisch-soziologische Aspekte
2. Soziologisch-pragmatische Bemerkungen
3. Sprache und Theologie: Sprache und Sacrum
    und kommunikative Theologie
4. Mehrsprachigkeit als Postulat der Gegenwart
die Sprache als Kommunikation darzustellen.

>>>  Download: Referat von Dr. Felix Kucher

SPRACHE IM RELIGIONSUNTERRICHT:
Mag. Gerda Gstättner ging auf die praktische Umsetzung der Sprache im Religionsunterricht ein und berichtete über die besondere Rolle der Gebärdensprache im Unterricht. Sie betonte dabei, dass die Sprache in allen Religionen eine wichtige Rolle spiele.

>>>  Download: Referat von Mag. Gerda Gstättner

SLOWENISCHE SPRACHE im Religionsunterricht:
FI Mag. Ivan Olip führte einige Grundgedanken zur Bedeutung des zweisprachigen Religionsunterrichtes im Bereich des Minderheitenschulwesens aus.
 

>>>  Download: Referat von FI Mag. Ivan Olip

Der erste Block der Veranstaltung, in dem sich die ReferentInnen der Sprache als Grundlage der kommunikativen Prozesse gewidmet haben, klang aus mit einem kurzen Spiel über nonverbale Verständigung unter Kindern und mit dem Lied:

Kinder dieser Welt – otroci sveta,“ mit der Kindergruppe Radsberg / otroška skupina Radiše (Heidi Lampichler)
 

Danach folgte ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung:

BUCHPRÄSENTATION: Der Leiter des Hermagoras(Mohorjeva) Verlages, Franz Kelih berichtete über den Werdegang des zweisprachigen Lernbuches für Religion: „Verujem.Ich glaube.“ von Dipl.Päd. Angela Kulmesch.
Frau Schulamtsleiterin Mag. Birgit Leitner sprach über die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, und würdigte die Verdienste von allen, die am Gelingen dieses, für den zweisprachigen Religionsunterricht wichtigen Buchprojektes beteiligt waren. Dabei hob sie das Engagement der Autorin des Lernbuches, Dipl.Päd. Angela Kulmesch, besonders hervor. Das unterstrich auch Institutsleiterin Mag. Lieselotte Wolf, die außerdem daran erinnerte, dass Kärnten eine Schnittstelle im europäischen Raum darstelle, wo drei Sprachen gesprochen werden.
 

Anschließend hat Autorin Dipl.Päd Angela Kulmesch mit einer Power-Point-Präsentation über ihr Werk berichtet und hat einzelne Kapitel ihres Lernbuches exemplarisch, gemeinsam mit der Jugendgruppe Waidisch/Bajtiše, anschaulich, mit passenden Liedern, dem interessierten Publikum vorgestellt. Die musikalischen Darbietungen der Jugendgruppe Waidisch/mladinska skupina Baitiše unter der Leitung von: Kelich Hermann, Kulmesch Nadja, Sukalia Magda hat zur festlichen Atmosphäre der Veranstaltung wesentlich beigetragen.

  
>>>  Download: Bericht von Dipl.Päd. Angela Kulmesch

Ein ganz besonderes Highlight war das Lied „Sonce bo vedno sijalo, nach der Melodie: „An angel“ von der Kelly family, dass von Nadja und Pia Kulmesch eindrucksvoll gesungen wurde. Bei dem  bekannten Lied aus dem Musical „Hair“: Let the sun shine, haben die Anwesenden begeistert mitgesungen.

In ihrem Schlusswort hat Frau SAL Mag. Birgit Leitner nochmals die Bedeutung der gelungenen Veranstaltung hervorgehoben und erwähnt, dass in Kärnten nur drei Institutionen der Einladung des Sprachen-Kompetenz-Zentrums in Graz gefolgt sind und eine davon ist die KPHE – Kärnten mit dem heutigen Sprachenfest.
Mag. Leitner dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und für das Gelingen der Veranstaltung recht herzlich.

Mit den Segensworten von Dechant Mag. Ivan Olip und dem gemeinsamen Gebet: Vater unser – oče naš, haben wir die Veranstaltung im Geiste der Solidarität beendet.

Danach gab es noch einen regen Gedankenaustausch in slowenischer und deutscher Sprache beim köstlichen, vom Verlag Hermagoras/Mohorjeva zur Verfügung gestellten Buffet.
 

Bericht:  Mag. Liliane Hübl
(Katholische Pädagogische Hochschuleinrichtung Kärnten)