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Herbsttagung 2007 der ReligionslehrerInnen an AHS/BMHS
Termin: 14./15. November 2007
Ort: Bildungshaus St. Georgen am Längsee
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14. November 17.00 – 20.00 Uhr
Thema: Alles ist machbar? –
Wellness und Körperkultur als theologische
Herausforderung
Referentin: MMag. Dr. Karin Petter
Bereichsleiterin für Gesellschaftspolitik in der KA der
Steiermark
Anhand
einer PP-Präsentation mit Werbe- und Aktionsbildern aus den
Bereichen der Wellness- und Körperkultur verdeutlicht die
Referentin dement-sprechende Desiderate, die auf ein
starkes, gesundes Ich und ein machtvolles in sich ruhendes
Selbst ausgerichtet sind.
Die
moderne Körperkultur trägt damit einerseits – gegen
christliche Tendenzen einer Leibfeindlichkeit – zur
Aufwertung des menschlichen Körpers und seiner Ansprüche bei
andererseits aber auch durch den damit verbundenen
Körperkult und die Vergötzung von Idealnormen zu dessen
Abwertung.
So verdeutlicht die moderne Wellnesskultur einerseits
tiefere, auf Ganzheitlichkeit gerichtete Sehnsüchte des
Menschen, fördert aber auch den neuzeitlichen
Machbarkeitswahn in Verbindung mit Selbsterlösungs-konzepten.
Christlicher Glaube an einen liebenden Gott, von dem man
sich auch mit seinen körperlichen Schwächen, Runzeln und
Falten, angenommen weiß, wird daher eher die seelische
Gesundheit und daher auch das physische Wohlbefinden
fördern.
20.00 – 21.15: Generalversammlung der ARGE der
ReligionslehrerInnen
Leitung: Dr. Felix Kucher
Nach der allgemeinen Bestätigung des ARGE-Leiters Dr. Felix
Kucher und seines Leitungsteams wurden verschiedene Fragen
von Strukturen und Aufgaben der ARGE sowie die pastorale und
theologische Verantwortung und Kompetenz der
ReligionslehrerInnen an höheren Schulen diskutiert.
15. November 10.00 – 16.00 Uhr
Thema: Religiöse Orientierungsfähigkeit von SchülerInnen
Referent: Univ. Prof. Dr. Rudolf Englert
Nach
dem Morgenlob (gestaltet von der ARGE Villach), der
Einführung durch den Lehrgangs-koordinator und den
Grußworten des Fachinspektors, des ARGE-Leiters und der
Schulamtsleiterin in Anwesenheit der kirchlich bestellten
Rektorin Mag. Lieselotte Wolf hat der Religionspädagoge der
Universität Essen Prof. Rudolf Englert auf hohem
Reflexionsniveau und in anschaulicher Struk-turierung
an Hand einer PP-Präsentation religions-unterrichtliches
Orientierungswissen im Kontext von Bildungsstandards und
schulischer Kompetenz-entwicklung vermittelt. Davon kann der
Religions-unterricht als ordentliches Schulfach profitieren.
Bildungsstandards, die zunehmend die verschiedenen Lehrpläne
ablösen, sind nach Englert im Unterschied zu diesen
folgendermaßen definiert:
Nicht
input-, sondern outputorientiert
Weniger themen- als kompetenzorientiert
Weniger an der Fülle der Möglichkeiten als an der
Verbindlichkeit des Entscheidenden orientiert
Weniger Blick auf einzelne Jahrgangsstufen als auf die
gesamte schulische Entwicklung.
Bildungsstandards müssen so konkret formuliert werden, dass
sie sich erfassen und umsetzen lassen.
Nach Hartmut von Hentig hat Erziehung drei wichtige
Zielrichtungen:
1. Wachheit für letzte Fragen
2. Abscheu vor Unmenschlichkeit
3. Fähigkeit zum Glück
(Verantwortung für eigenes Leben)
Für
den Religionsunterricht müssen zentrale Ziele und
Kernkompetenzen entwickelt werden.
Die Kernkompetenz für den RU besteht in der
Heranbildung einer religiösen Orientierungsfähig-keit.
Dazu ist die Begegnung und Auseinandersetzung mit einer
konkreten religiösen Tradition notwendig.
Religion muss am Ort der Schule wieder erfahrbar werden
können (performativer Religionsunterricht).
Nach Christian Grethlein zielt der RU nicht nur
darauf ab, was andere glauben, sondern was geglaubt werden
soll. Daher muss eine „Befähigung zum Christsein“ geben. Die
Kernkompetenzen des RU sind für ihn: „Das Beten“ und
„das Gesegnet-Werden“, bzw. „Segnen“. |
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>>> Download: Power-Point-Präsentationen von Prof. Rudolf
Englert |
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Religionsunterrichtliche Bildungsstandards
(160 KB) |
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Religiöse Kompetenzentwicklung (110 KB) |
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Religiöse Orientierungsfähigkeit (150 KB) |
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Bericht: Dr. Ludwig Trojan |