Präsentation des Filmes „Leben.lernen -
Der Beitrag des Religionsunterrichtes im Bildungsprozess“ und Vorstellung des Katholischen Hochschulvereins der Diözese Gurk
bei der Herbsttagung der Pflichtschul-ReligionslehrerInnen
in St. Georgen/Längsee am 10. September 2009
 
 

Schulamtsleiterin Dr. Birgit Leitner, Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz,
Rektorin Mag. Lieselotte Wolf und Religionslehrerin Daniela Fellner-Beer (v. l. n. r.) vor der Filmpräsentation in St. Georgen/Längsee

 
 

Die Veranstaltung begann mit einer musikalischen Einstimmung durch eine Musikgruppe unter der Leitung von Frau Dipl.-Päd. Waltraud Leopold.

 

Dann folgte die Begrüßung und Einführung durch die Leiterin des Bischöflichen Schulamtes Dr. Birgit Leitner:
„Mit dem schwungvollen Lied aus dem Film ‚Sister act’ wird spürbar, dass wir gut erholt sind und uns gemeinsam mit Gesang, Gebet, theologischen Impulsen, Gespräch und Begegnung einstimmen auf das neue Schuljahr im Rahmen der traditionellen Herbsttagung in der letzten Ferienwoche.
Ich sage ein herzliches, sehr allgemein formuliertes Grüß Gott zur Herbsttagung der Religionslehrerinnen und Religionslehrer des Pflichtschulbereiches in der Diözese Gurk. Die offizielle Tagungsbegrüßung und -eröffnung wird im Anschluss an die Filmpräsentation Frau Mag. Juliane Ogris vornehmen.
Ungewöhnlich, dass ich heute die Begrüßung vornehme und diesen Einstiegsteil der Tagung moderiere.
Wir nehmen heute diese Tagung zum Anlass, unseren ersten Werbefilm über den Religionsunterricht zu präsentieren und dazu habe ich auch Vertreter der Medien und der Schulverwaltung informiert und eingeladen.
Der neue Amtsführende Präsident des Landesschulrates für Kärnten hat sich herzlich für die Einladung bedankt, wäre gerne dabei gewesen, muss aber an einer bundesweiten Veranstaltung in Linz teilnehmen. Ebenso auch Frau Landesschulinspektorin Mag. Beatrice Haidl, der es aber zu danken gilt, dass dieser Film über das Medienzentrum des Landes Kärntens produziert werden konnte. Auch Frau Abteilungsleiterin Mag. Gerhild Hubmann lässt sich entschuldigen und grüßt Sie alle.
Ich danke der Pressestelle für die Unterstützung bei den Vorbereitungen und begrüße Frau Martina Sprachowitz-Wuzella und alle anderen Vertreter der Medien.
Ich danke unserem hochwürdigsten Herrn Diözesanbischof, dass er heute schon in der Früh zur Filmpräsentation da ist und dass er uns Worte der Ermutigung für die herausfordernde Arbeit im Religionsunterricht sagen wird, vor allem wird er mit uns allen gemeinsam am Ende der Tagung die Heilige Messe feiern und uns den Segen für uns und unsere Schuljugend zusprechen.
Bevor jetzt der Film „Leben Lernen. Der Beitrag des Religionsunterrichtes im Bildungsprozess“ gezeigt wird, möchte ich gerne Stellung nehmen zu der Frage:
Warum haben wir einen Film über den katholischen Religionsunterricht in der Diözese Gurk gemacht?
Für mich waren mehrere Anlässe ausschlaggebend:
1. Der Religionsunterricht wurde in Österreich am 13. Juli 1949 per Bundesgesetz vom Nationalrat als staatlich anerkanntes Pflichtfach wieder eingeführt. Und heuer im Jahr 2009, 60 Jahre später, wird öffentlich diskutiert, ob die Qualität des Religionsunterrichtes passt – wie dies medial am Beispiel des islamischen Unterrichtes bearbeitet wurde und es wurde diskutiert, ob aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen neben dem Religionsunterricht auch ein verpflichtender Ethikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler eingeführt werden soll.
Ein Anlass für uns genau hinzuschauen und auch zu veröffentlichen, dass die katholische Kirche um Professionalisierung und Qualitätsentwicklung bemüht ist. Dies zeigt sich vor allem auch darin, dass ca. 97 % der katholischen Schuljugend am Religionsunterricht teilnimmt.
In einer Filmsequenz aus den Berufsschulen Klagenfurts wird einerseits dargestellt, dass die Positionierung des Religionsunterrichtes an den einzelnen Schultypen und Schulstandorten eng verbunden ist mit dem Engagement der Religionslehrkräfte, mit deren Stellung im Lehrkörper, mit der Unterstützung von den Direktionen und Kollegien und mit dem gemeinsamen Tragen der Verantwortung von staatlichen und kirchlichen Verantwortungsträgern. Andrerseits war eine Intention des Besuches unseres Diözesanbischofs in der Berufsschule, die Jugendlichen im dualen Bildungssystem anzusprechen, mit ihnen in Kontakt zu kommen und auch für diese Schülerinnen und Schüler das Angebot des Religionsunterrichtes im Rahmen eines Freigegenstandes zu ermöglichen. So konnte die Teilnahme von ca. 500 im Jahr 2003 auf ca. 5500 Jugendliche im Jahr 2009 gesteigert werden. Aus den Rückmeldungen der Burschen und Mädchen zeigt sich, dass ihnen diese Form der Auseinandersetzung mit Gott und der Welt, mit ihrer persönlichen Welt gut tut.
Danke allen Kolleginnen und Kollegen, die am Aufbau dieser erfolgreichen Etablierung des Religionsunterrichtes an Berufsschulen mitgewirkt haben. Besonderer Dank geht dabei an Evelin Rosenwirth.
2. Der zweite Anlass für diesen Film war für mich die spannungsgeladene Situation in einer kleinen Gemeinde im zweisprachigen Gebiet am Beginn des letzten Schuljahres, wo es in mehreren Gesprächen mit der Schulgemeinschaft, dem Bürgermeister und den Gemeindemitgliedern darum ging, was und wie wird heute im Religionsunterricht gelehrt und gelernt. Mir ist bewusst geworden, dass viele Erwachsene ihre eigenen Erfahrungen mit dem Religionsunterricht als Grundlage für Bewertungen unserer Religionspädagogik hernehmen. Hier wollte ich zeigen, dass religiöse Bildung auch immer etwas mit Herzensbildung, mit Bildung zur Sprachfähigkeit zu tun hat und dass es immer wichtiger wird sich in unterschiedlichen, der Situation angepassten Sprachen und Zeichen ausdrücken zu können. Ich danke allen Beteiligten in der privaten zweisprachigen Volksschule Hermagoras/Mohorjeva für diesen Beitrag im Film, allen voran Frau Direktorin Marica Hartmann.
3. Ein dritter Anlass war für mich, dass die aktuellen bildungspolitischen Ziele der Individualisierung und Personalisierung immer schon auch im Religionsunterricht Beachtung finden, weil ja bei uns das Kind mit seinem Leben und seinem Glauben im Mittelpunkt steht. Ebenso kommen im Religionsunterricht die Gemeinschaftsbildung und das soziale Lernen zum Tragen und zwar auf der Grundlage der anthropologischen und theologischen Auseinandersetzung. Danken darf ich in diesem Zusammenhang den beiden Religionslehrerinnen Hemma Lettner und Sieglinde Bürger an den beiden ersten Standorten der Neuen Mittelschule an Katholischen Privatschulen. Deutlich zeigt sich an Filmsequenzen aus diesen Schulen, dass auch Katholische Privatschulen die Schullandschaft innovativ mitgestalten und dass der Religionsunterricht beides vermag, ernsthafte Wissensvermittlung und lustbetontes Lernen.
4. Ein vierter Anlass war, dass es immer schwieriger wird, in Zeiten der Ressourcenknappheit für benachteiligte Kinder mit Beeinträchtigungen entsprechende Förderungen zu Verfügung gestellt zu bekommen. Um zu zeigen, dass diese Kinder die Religion mit ihren Augen, mit den Ohren, mit den Händen, mit ihrem ganzen Körper und mit ihrem Herzen einatmen, wurde in der Heilstättenschule gefilmt. Für uns beide, den Kameramann und mich war diese Stunde so berührend, dass wir danach sprachlos und glücklich waren. Danke an dieser Stelle Frau Hemma Lettner und allen, die im Integrationsbereich arbeiten.
Mein großer Dank gilt auch dem Leiter des Medienzentrums, Ing. Michael Seidl für die großzügige Unterstützung durch seine Mitarbeiter und auch an Frau Abteilungsleiterin Mag. Gerhild Hubmann, die das Projekt nach ihrem Einstieg in diese Abteilung mitgetragen hat.
Besonders danke ich dem Kameramann Alfred Regenfelder, dem es gelungen ist, aus neun Stunden Filmmaterial und meinem Text dieses Dokument engagierter Arbeit herzustellen."
 

 

Nach diesen einführenden Worten von Dr. Leitner wurde der Film „Leben.Lernen“ gezeigt.

 
  Interessenten an der DVD mit diesem Film
wenden sich bitte an
Bischöfliches Schulamt der Diözese Gurk
Mariannengasse 2, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/57770-1051 bzw. 1053,       Schulamt@kath-kirche-kaernten.at
oder an die
Katholische Pädagogische Hochschuleinrichtung Kärnten
Tarviserstraße 30, 9020 Klagenfurt       kphe@kath-kirche-kaernten.at
Hier kann die DVD auch in der Medienstelle entlehnt werden kann!

>>> Informationen zum Film und den an der Filmproduktion Beteiligten mehr...
>>> Sprechertexte aus dem Film "Leben lernen"   mehr...
 
 

Diözesanbischof Dr. Schwarz gratulierte nach der Filmvorführung den Verantwort-lichen für die Produktion des Filmes und den beteiligten LehrerInnen zu diesem gelungenen Imagefilm über den katholischen Religionsunterricht.

 
 

In seinem Grußwort brachte Bischof Dr. Alois Schwarz anschließend den Wunsch zum Ausdruck, dass alle TagungsteilnehmerInnen für das neue Schuljahr wieder Energie und Begeisterung mitbringen, um das Evangelium so zu buchstabieren, dass die Kinder es verstehen, bzw. dass es hineinleuchte in die Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler.
Er wies darauf hin, dass die ReligionslehrerInnen heute in unserer pluralistischen Welt oft die einzigen sind, die mit den Kindern über den Glauben sprechen und die so etwas auszulösen versuchen wie einen Prozess des religiösen Lernens.
Für dieses Engagement in diesem Dienst an den Schülern sprach Bischof Dr. Schwarz allen KatechetInnen seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Schulamtsleiterin Dr. Leitner dankte daraufhin Bischof Dr. Schwarz für seine wertschätzenden und ermutigenden Worte. Im Namen der versammelten ReligionslehrerInnen erklärte sie: „Wir danken Ihnen Herr Bischof, dass wir mit den Anliegen der Schule, des Religionsunterrichtes und der Religionslehrenden kommen dürfen und dass wir wahrgenommen werden mit unserem wichtigen Beitrag der schulischen Verkündigung.“
SAL Dr. Leitner ersuchte dann Rektorin Mag. Wolf als Obfrau des neu errichteten Hochschulvereines zur Förderung der religiösen Bildung und Erziehung um ihr Grußwort und ihre Ermutigung für die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit rund um den Religionsunterricht.

 

 

Rektorin Mag. Lieselotte Wolf stellte in ihrem Statement den Katholischen Hochschulverein der Diözese Gurk und seine Zielsetzungen vor.
Sie betonte dabei vor allem, dass dieser Hochschulverein, der als Rechtsträger der KPHE Kärnten fungiert, sich bemühe um die Förderung der religiösen Bildung und Erziehung in Kärnten. Die Anliegen und Inhalte, um die es heute im Religions-unterricht geht, sollen der Gesellschaft bewusst gemacht und der Wert bzw. Mehrwert der religiösen Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler aufgezeigt werden.
Rektorin Mag. Wolf ersuchte die anwesenden ReligionslehrerInnen darum, in ihrem Umfeld, in den Schulen und Pfarrgemeinden für den Hochschulverein zu werben und auf diese Weise auch in der Öffentlichkeit auf die Unverzichtbarkeit des Religionsunterrichtes hinzuweisen.

>>>  Nähere Informationen
         zum Katholischen Hochschulverein der Diözese Gurk
         (seinen Zielsetzungen, Statuten und Vorstandsmitgliedern sowie ein
          Formular zur Anmeldung als unterstützendes Mitglied)
         finden Sie unter:
         www.kphe-kaernten.at  >>> Hochschulverein
Einen ausführlichen Bildbericht von Dr. Ludwig Trojan über den weiteren Verlauf der Herbsttagung der PflichtschulreligionslehrerInnen am 10. September 2009, die unter dem Thema stand  "Heute. lieben - Auf Gottes Wort sprach Maria ihr Ja"
finden Sie unter  >>> Aktuell > Berichte  mehr...