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Dann folgte die Begrüßung und Einführung durch die Leiterin
des Bischöflichen Schulamtes Dr. Birgit Leitner:
„Mit dem schwungvollen Lied aus dem Film ‚Sister act’ wird
spürbar, dass wir gut erholt sind und uns gemeinsam mit
Gesang, Gebet, theologischen Impulsen, Gespräch und
Begegnung einstimmen auf das neue Schuljahr im Rahmen der
traditionellen Herbsttagung in der letzten Ferienwoche.
Ich sage ein herzliches, sehr allgemein formuliertes Grüß
Gott zur Herbsttagung der Religionslehrerinnen und
Religionslehrer des Pflichtschulbereiches in der Diözese
Gurk. Die offizielle Tagungsbegrüßung und -eröffnung wird im
Anschluss an die Filmpräsentation Frau Mag. Juliane Ogris
vornehmen.
Ungewöhnlich, dass ich heute die Begrüßung vornehme und
diesen Einstiegsteil der Tagung moderiere.
Wir nehmen heute diese Tagung zum Anlass, unseren ersten
Werbefilm über den Religionsunterricht zu präsentieren und
dazu habe ich auch Vertreter der Medien und der
Schulverwaltung informiert und eingeladen.
Der neue Amtsführende Präsident des Landesschulrates für
Kärnten hat sich herzlich für die Einladung bedankt, wäre
gerne dabei gewesen, muss aber an einer bundesweiten
Veranstaltung in Linz teilnehmen. Ebenso auch Frau
Landesschulinspektorin Mag. Beatrice Haidl, der es aber zu
danken gilt, dass dieser Film über das Medienzentrum des
Landes Kärntens produziert werden konnte. Auch Frau
Abteilungsleiterin Mag. Gerhild Hubmann lässt sich
entschuldigen und grüßt Sie alle.
Ich danke der Pressestelle für die Unterstützung bei den
Vorbereitungen und begrüße Frau Martina Sprachowitz-Wuzella
und alle anderen Vertreter der Medien.
Ich danke unserem hochwürdigsten Herrn Diözesanbischof, dass
er heute schon in der Früh zur Filmpräsentation da ist und
dass er uns Worte der Ermutigung für die herausfordernde
Arbeit im Religionsunterricht sagen wird, vor allem wird er
mit uns allen gemeinsam am Ende der Tagung die Heilige Messe
feiern und uns den Segen für uns und unsere Schuljugend
zusprechen.
Bevor jetzt der Film „Leben Lernen. Der Beitrag des
Religionsunterrichtes im Bildungsprozess“ gezeigt wird,
möchte ich gerne Stellung nehmen zu der Frage:
Warum haben wir einen Film über den katholischen
Religionsunterricht in der Diözese Gurk gemacht?
Für mich waren mehrere Anlässe ausschlaggebend:
1. Der Religionsunterricht wurde in Österreich am 13. Juli
1949 per Bundesgesetz vom Nationalrat als staatlich
anerkanntes Pflichtfach wieder eingeführt. Und heuer im Jahr
2009, 60 Jahre später, wird öffentlich diskutiert, ob die
Qualität des Religionsunterrichtes passt – wie dies medial
am Beispiel des islamischen Unterrichtes bearbeitet wurde
und es wurde diskutiert, ob aufgrund gesellschaftlicher
Entwicklungen neben dem Religionsunterricht auch ein
verpflichtender Ethikunterricht für alle Schülerinnen und
Schüler eingeführt werden soll.
Ein Anlass für uns genau hinzuschauen und auch zu
veröffentlichen, dass die katholische Kirche um
Professionalisierung und Qualitätsentwicklung bemüht ist.
Dies zeigt sich vor allem auch darin, dass ca. 97 % der
katholischen Schuljugend am Religionsunterricht teilnimmt.
In einer Filmsequenz aus den Berufsschulen Klagenfurts wird
einerseits dargestellt, dass die Positionierung des
Religionsunterrichtes an den einzelnen Schultypen und
Schulstandorten eng verbunden ist mit dem Engagement der
Religionslehrkräfte, mit deren Stellung im Lehrkörper, mit
der Unterstützung von den Direktionen und Kollegien und mit
dem gemeinsamen Tragen der Verantwortung von staatlichen und
kirchlichen Verantwortungsträgern. Andrerseits war eine
Intention des Besuches unseres Diözesanbischofs in der
Berufsschule, die Jugendlichen im dualen Bildungssystem
anzusprechen, mit ihnen in Kontakt zu kommen und auch für
diese Schülerinnen und Schüler das Angebot des
Religionsunterrichtes im Rahmen eines Freigegenstandes zu
ermöglichen. So konnte die Teilnahme von ca. 500 im Jahr
2003 auf ca. 5500 Jugendliche im Jahr 2009 gesteigert
werden. Aus den Rückmeldungen der Burschen und Mädchen zeigt
sich, dass ihnen diese Form der Auseinandersetzung mit Gott
und der Welt, mit ihrer persönlichen Welt gut tut.
Danke allen Kolleginnen und Kollegen, die am Aufbau dieser
erfolgreichen Etablierung des Religionsunterrichtes an
Berufsschulen mitgewirkt haben. Besonderer Dank geht dabei
an Evelin Rosenwirth.
2. Der zweite Anlass für diesen Film war für mich die
spannungsgeladene Situation in einer kleinen Gemeinde im
zweisprachigen Gebiet am Beginn des letzten Schuljahres, wo
es in mehreren Gesprächen mit der Schulgemeinschaft, dem
Bürgermeister und den Gemeindemitgliedern darum ging, was
und wie wird heute im Religionsunterricht gelehrt und
gelernt. Mir ist bewusst geworden, dass viele Erwachsene
ihre eigenen Erfahrungen mit dem Religionsunterricht als
Grundlage für Bewertungen unserer Religionspädagogik
hernehmen. Hier wollte ich zeigen, dass religiöse Bildung
auch immer etwas mit Herzensbildung, mit Bildung zur
Sprachfähigkeit zu tun hat und dass es immer wichtiger wird
sich in unterschiedlichen, der Situation angepassten
Sprachen und Zeichen ausdrücken zu können. Ich danke allen
Beteiligten in der privaten zweisprachigen Volksschule
Hermagoras/Mohorjeva für diesen Beitrag im Film, allen voran
Frau Direktorin Marica Hartmann.
3. Ein dritter Anlass war für mich, dass die aktuellen
bildungspolitischen Ziele der Individualisierung und
Personalisierung immer schon auch im Religionsunterricht
Beachtung finden, weil ja bei uns das Kind mit seinem Leben
und seinem Glauben im Mittelpunkt steht. Ebenso kommen im
Religionsunterricht die Gemeinschaftsbildung und das soziale
Lernen zum Tragen und zwar auf der Grundlage der
anthropologischen und theologischen Auseinandersetzung.
Danken darf ich in diesem Zusammenhang den beiden
Religionslehrerinnen Hemma Lettner und Sieglinde Bürger an
den beiden ersten Standorten der Neuen Mittelschule an
Katholischen Privatschulen. Deutlich zeigt sich an
Filmsequenzen aus diesen Schulen, dass auch Katholische
Privatschulen die Schullandschaft innovativ mitgestalten und
dass der Religionsunterricht beides vermag, ernsthafte
Wissensvermittlung und lustbetontes Lernen.
4. Ein vierter Anlass war, dass es immer schwieriger wird,
in Zeiten der Ressourcenknappheit für benachteiligte Kinder
mit Beeinträchtigungen entsprechende Förderungen zu
Verfügung gestellt zu bekommen. Um zu zeigen, dass diese
Kinder die Religion mit ihren Augen, mit den Ohren, mit den
Händen, mit ihrem ganzen Körper und mit ihrem Herzen
einatmen, wurde in der Heilstättenschule gefilmt. Für uns
beide, den Kameramann und mich war diese Stunde so
berührend, dass wir danach sprachlos und glücklich waren.
Danke an dieser Stelle Frau Hemma Lettner und allen, die im
Integrationsbereich arbeiten.
Mein großer Dank gilt auch dem Leiter des Medienzentrums,
Ing. Michael Seidl für die großzügige Unterstützung durch
seine Mitarbeiter und auch an Frau Abteilungsleiterin Mag.
Gerhild Hubmann, die das Projekt nach ihrem Einstieg in
diese Abteilung mitgetragen hat.
Besonders danke ich dem Kameramann Alfred Regenfelder, dem
es gelungen ist, aus neun Stunden Filmmaterial und meinem
Text dieses Dokument engagierter Arbeit herzustellen."
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In seinem Grußwort brachte Bischof Dr. Alois Schwarz anschließend
den Wunsch zum Ausdruck, dass alle TagungsteilnehmerInnen
für das neue Schuljahr wieder Energie und Begeisterung
mitbringen, um das Evangelium so zu buchstabieren, dass die
Kinder es verstehen, bzw. dass es hineinleuchte in die
Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler.
Er wies darauf hin, dass die ReligionslehrerInnen heute in
unserer pluralistischen Welt oft die einzigen sind, die mit
den Kindern über den Glauben sprechen und die so etwas
auszulösen versuchen wie einen Prozess des religiösen
Lernens.
Für dieses Engagement in diesem Dienst an den Schülern
sprach Bischof Dr. Schwarz allen KatechetInnen seinen Dank
und seine Anerkennung aus.
Schulamtsleiterin Dr. Leitner dankte daraufhin Bischof Dr.
Schwarz für seine wertschätzenden und ermutigenden Worte. Im
Namen der versammelten ReligionslehrerInnen erklärte sie:
„Wir danken Ihnen Herr Bischof, dass wir mit den Anliegen
der Schule, des Religionsunterrichtes und der
Religionslehrenden kommen dürfen und dass wir wahrgenommen
werden mit unserem wichtigen Beitrag der schulischen
Verkündigung.“
SAL Dr. Leitner ersuchte dann Rektorin Mag. Wolf als Obfrau
des neu errichteten Hochschulvereines zur Förderung der
religiösen Bildung und Erziehung um ihr Grußwort und ihre
Ermutigung für die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit rund um
den Religionsunterricht. |
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Rektorin Mag. Lieselotte Wolf stellte in ihrem
Statement den Katholischen Hochschulverein der Diözese Gurk
und seine Zielsetzungen vor.
Sie betonte dabei vor allem, dass dieser Hochschulverein,
der als Rechtsträger der KPHE Kärnten fungiert, sich bemühe
um die Förderung der religiösen Bildung und Erziehung in
Kärnten. Die Anliegen und Inhalte, um die es heute im
Religions-unterricht geht, sollen der Gesellschaft bewusst
gemacht und der Wert bzw. Mehrwert der religiösen Bildung
für die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler aufgezeigt
werden.
Rektorin Mag. Wolf ersuchte die anwesenden
ReligionslehrerInnen darum, in ihrem Umfeld, in den Schulen
und Pfarrgemeinden für den Hochschulverein zu werben und auf
diese Weise auch in der Öffentlichkeit auf die
Unverzichtbarkeit des Religionsunterrichtes hinzuweisen. |