 |
 |
| |
Heute. lieben - Auf Gottes Wort sprach Maria ihr Ja -
Bericht von der Herbsttagung der PflichtschulreligionslehrerInnen
in St. Georgen/Längsee am 10. September 2009 |
| |
 |
| |
Nach der Präsentation des beeindruk-kenden
Films über den Religions-unterricht mit dem Titel
„Leben lernen“ durch Schulamtsleiterin Dr. Birgit Leitner und dem
ermutigenden Grußwort von Bischof Dr. Alois Schwarz
und nach einer Einführung in die Tagung durch die Moderatorin
Mag. Juliane Ogris kam dann die Tagungsreferentin Sr. Dr. Katharina Deifel
zu Wort. |
| |
|
| |
(Einen ausführliche Dokumentation über die Filmpräsentation
und die Vorstellung des diözesanen Hochschulvereins finden
Sie in einem eigenen Bericht
mehr... ) |
| |
|
| |
 |
| |
|
| |
Sr. Dr. Katharina Deifel, die viele Jahre lang in Wien in der Ausbildung von
ReligionslehrerInnen tätig war, trat nach 25-jähriger
glücklicher Ehe als Witwe und Mutter eines Sohnes in den
Orden der Dominikanerinnen ein. In ihren Vorträgen im
gefüllten Festsaal Bildungshauses in St. Georgen/Längsee
kam einerseits ihre hohe Bildung (- neben
Studienabschlüssen in Philosophie und Theologie hat sie
auch ein Lehramt in Latein und Griechisch -) andererseits
auch ihre unkomplizierte und geradlinige Persönlichkeit zur
Geltung. Ihre drei Referate mit anschließender Möglichkeit
zu Rückfragen bezogen sich auf das Jawort Mariens, der
Mutter Jesu, auf die Genderthematik und auf die Frage „Soll
die Frau in der Kirche schweigen?“
Die beiden fundamentalen Jaworte Mariens (bei der
Verkündigung und unter dem Kreuz) standen im Zusammenhang
mit vielen kleinen Jaworten Zeit ihres Lebens. Der Gruß des
Engels an Maria sollte (griech. „chaire“) besser mit „Freue
dich, Maria!“ übersetzt werden. Im Alter von etwa zwölf
Jahren ( - in dieser Altersstufe wurden damals
jüdische Frauen mit ihren Männern verlobt - ) musste das
Mädchen aus Nazareth die Zu-Mutung annehmen, Mutter des
Messias zu werden.
Die Bezeichnung „Magd des Herrn“ ist wie „Knecht Gottes“ als
Ehrentitel anzusehen. Unter dem Kreuz wurde Mariens Glaube
in doppelter Weise gefordert: Zum Schmerz über die qualvolle
Hinrichtung ihres Sohnes kam das Wissen über die im Alten
Bund verbreitete Meinung, dass ein Gekreuzigter von Gott
verflucht sei. |
| |
|
| |
  |
| |
|
| |
Bei der Genderthematik sprach sich Dr. Deifel gegen eine
naturwidrige Gleich-macherei und für eine verantwortliche
Partnerschaft aus , in der der Mann jenseits einer Macho-
oder Softiehaltung eine beschützende und die Frau eine
durchaus liebende und bergende Haltung gegenüber Partner und
Nachkommenschaft einnehmen solle. Wahre Liebe sei immer von
der Liebe Gottes und der Liebe zu Gott gespeist. Der hohe
Wert einer glückenden ehelichen Beziehung sollte vermehrt in
der Selig- und Heiligsprechung von Ehepaaren seinen
Niederschlag finden.
Das „paulinische“ Schweigeverbot der Frauen in der Kirche
ist dem deutero-paulinischem Brief (an die Epheser)
entnommen und hat so Paulus, der ja mit vielen Frauen als
Mitarbeiterinnen guten Kontakt hatte, zu Unrecht in ein
frauenfeindliches Licht gerückt.
Im Hinblick auf das kirchliche Amt meinte Dr. Deifel, dass
ein Diakonat für Frauen entgegen dem Priesteramt durchaus
der kirchlichen Vorgabe und Tradition ent-spräche, wie dies
biblische und frühchristliche Texte bezeugen würden. Wert
und Bedeutung der Frauen in der Kirche seien aber davon
nicht abhängig.
Nach Meister Eckhart würde es allen Christinnen und Christen
zustehen, wie Maria Jungfrau (von allen falschen Bindungen
frei), Frau (in inniger Einheit mit Gott) und Mutter (Gott
zur Welt bringen) zu sein.
Insgesamt gelang es der Referentin – auch an Hand von
nachhaltigen Geschichten wie der „Erdenfahrt Mariens“ – ein
unverkitschtes, lebensnahes und glaubwürdiges Bild Mariens,
der Mutter Jesu zu zeichnen. |
| |
|
| |
 |
| |
|
| |
Mit dem Bischofsgottesdienst, in der unser Bischof mit sehr
persönlichen Worten das Jahresthema „heute.lieben“ als
Auftrag und Verpflichtung für die Religions-lehrerInnen
ausführte, und der anschließenden Sendungsfeier fand die das
Schuljahr eröffnende Großveranstaltung im Bildungshaus St.
Georgen wieder ihren traditionellen und feierlichen
Abschluss.
Zur guten Atmosphäre dieser Tagung trug nicht zuletzt die
Musikband von KollegInnen unter der Leitung von Dipl.Päd.
Waltraud Leopold bei. |
|
|
|
 |
| |
|
| |
Bericht: Ludwig Trojan |
|
|
|
Zum Nachhören:
In der Uni-Radio-Sendungsreihe "Spotlight Bildung"
gab es am 19. September 2009 eine Sendung über die
Herbsttagung:
|
|
>>>
www.uni-klu.ac.at/uniradio/inhalt/381.htm |
|
|