Voradventlicher Besinnungstag mit Msgr. Clemens Abrahamowicz
am 26. November 2009 im Diözesanhaus in Klagenfurt

"Unsere Berufung zur adventlichen Wachsamkeit
             als Voraussetzung für einen weihnachtlichen Shalom"
 

 

Zu diesem Thema gestaltete der Wiener Pfarrer Msgr. Clemens Abrahamowicz am 26. November 2009 im Klagenfurter Diözesanhaus einen spirituell anspruchvollen voradventlichen Besinnungstag.
Im kleinen Kreis von KollegInnen eröffnete der Referent, indem er selbst die Gitarre zur Hand nahm, mit einem gemeinsam gesungenen Lied die Veranstaltung.

   
 
   
 

In den dreiadventlichen Ankunftsszenarien, der Geburt Jesu in der Geschichte der Menschen, seiner zweiten Ankunft am Ende der Geschichte und der dritten im Heute seiner Heilsgegenwart machte er uns unsere adventliche Sendung und Berufung deutlich. Wenn es früher geheißen hat „Jesus ja – Kirche nein“, so gibt „Kirche ja – Jesus nein“ die heutige Grundstimmung eher wieder.
Wichtig ist, dass der Blick auf Jesus gewahrt und er als Hauptakteur gesehen wird. Dann wird auch die Begegnung Jesu mit dem Zöllner Zachäus, dem öffentlichen Sünder, zu einer adventlichen Erzählung.
Als sogenannten „Adventcode“ stellte Abrahamowicz das Sakrament der Buße vor, das er an Hand der Gleichniserzählung vom „Barmherzigen Samariter“ (Lk 10), in dem er den von Räubern überfallenen und niedergestreckten Menschen als den von der Macht der Sünde überwältigten darstellte, akualisierte.
In seiner Wiener Pfarre St. Anna gibt es am 3. Adventsonntag immer ein großes Beichtfest, an dem während des Bußgottesdienstes in der Kirche mehrere Priester für die Einzelbeichte zur Verfügung stehen, die auch der Pfarrer selbst vornimmt. Nach dem Beichtfest findet eine große Agape statt.

   
 
   
 

Mit den Fragen „Wo erleben wir Stall?“, „Wer bereitet vor wie Josef?“, „Wer ist der Engel? Wer Maria?“ und „Fürchten Sie sich vor Advent und Weihnachten?“ gab Abrahamowicz auch Möglichkeit zur persönlichen Einkehr und zu einem Gespräch in der Kleingruppe.
Den Abschluss dieses nachhaltigen Einkehrtages bildete die vom Pfarrer in der Hauskapelle geleiteten Eucharistiefeier mit den Lesungen des 4. Adventsonntags. Die anwesenden KollegInnen gaben dankbare Rückmeldungen und empfanden den Tag als große Bereicherung für ihr Wirken.

Ludwig Trojan