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Gott ruft auch heute!
Bildungsreise der KPHE Kärnten zu kirchlichen Neuaufbrüchen
am 20./21. Mai 2011
 
 

Eine Gruppe von 13 Personen aus den verschiedenen Schulbereichen des Religions- und auch Profanunterrichts machten sich mit einem Bus des Reisebüros Sienčnik auf den Weg zu den Klöstern der Gemeinschaften vom hl. Johannes, die erst in den vergangenen 11 Jahren in Österreich errichtet wurden.
Auf dem Hinweg stand auch ein Besuch des weltältesten ununterbrochen bestehenden Zisterzienserklosters Stift Rein auf dem Programm.

   
 

 

 

 

Nach einer freundlichen Begrüßung durch Pater August Janisch wurden wir von Frau Kern sachkundig durch das von Markgraf Leopold I. im Jahre 1129 gegründete barocke Stift geführt.

Welchen Stellenwert die Heilkunst in früherer Zeit vor Ort einnahm, zeigten ausgestellte Werke und Urkunden von berühmten mittelalterlichen Ärzten wie Avicenna (latinisierter Name eines persischen Arztes) oder Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus.

   

   
 

Die stattliche Stiftsbibliothek mit 100.000 Objekten gilt seit der Erfindung der Buchdruckerkunst im 15. Jahrhundert als die älteste Bibliothek der Region Graz.

 

Nach der Mitfeier des Mittagsgebets der Mönche in der Marienkapelle konnten wir die vorbestellten Mittagessen im Gastgarten der Stiftstaverne einnehmen.
Danach ging es über Fischamend und Hainburg in das niederösterreichische Marchegg, nahe der slowakischen Grenze. Bei unserer Ankunft beim Kloster der Johannesbrüder („Priorat Maria Königin“) empfing uns Diakon Br. Antal und wies uns in die einfachen Zimmer ein.

   
 

 

 

 

Anschließend feierten wir im nahe gelegenen Kloster der Johannesschwestern, von denen wir herzlich empfangen wurden, die feierliche Vesper mit.

Gelegenheit zum offenen Austausch hatten wir danach bei der im Garten bereitgestellten Agape.

   
   
 

Beim Abendessen im Marchegger Gasthof konnten wir bei kollegialem Austausch den Tag bis in die Nacht hinein gemütlich ausklingen lassen.
Der nächste Tag, Samstag, der 21. Mai, stand im Zeichen der Brüdergemeinschaft.
Nach der Laudes um 7.00 Uhr in der Klosterkirche bereiteten wir mit Br. Antal gemeinsam das Frühstück vor, das wir in einem Wohnraum des angrenzenden Klosterpfarrhofes verzehrten.
In der vormittäglichen Unterweisung, die die Geschichte und die Bedeutung der Johannesgemeinschaft zum Inhalt hatte, beeindruckte uns Prior P. Luc durch seine sehr authentischen, anschaulichen und tiefgründigen Ausführungen, die sich auf Grund der Anfragen auch auf wichtige Glaubensinhalte bezogen.

   
 

   
 

Beide Ordensgemeinschaften in Marchegg, sowohl die Gemeinschaft der Schwestern in kontemplativer Gestalt als auch die der Brüder mit apostolischer Zielrichtung, seien die einzigen Niederlassungen dieser Art im deutschsprachigen Raum.
Den Vormittag konnten wir dann noch mit der beeindruckenden Besichtigung der Storchenkolonien in der angrenzenden Au ausklingen lassen.

   
 

 

 

 

Nachmittags beeindrucke uns der aus Villach stammende Pater Jean David mit zwei tollen Jugendprojekten. Während seines mehrjährigen Aufenthalts in Holland entwickelte er ein Filmprojekt mit der Jugend, das nun zur Einrichtung der Stiftung „mediacentrum“ führte. Einige Kostproben gelungener Filmsequenzen, bei denen Jugendliche Regie führten, konnte er uns vorführen. Geplant sind auch zwei- bis dreiminütige Filmeinheiten zum neuen „YOUCAT“. Weiters strebt Jean David einen eigenen katholischen Fernsehkanal („heaven7.tv“) an.
Das zweite in der Jugendarbeit entstandene und nun auch schon einige Jahre in Österreich laufende Wochenendprojekt heißt „sport&spirit“, wo sportliche und verschiedene körperliche Herausforderungen mit radikalen Zugängen zu Glaube und Kirche verbunden werden. Da an diesem Wochenende in Marchegg zufällig auch dieses Projekt durchgeführt wurde, berichteten Jugendliche, die als Logo auf den zur Verfügung gestellten schwarzen Pullovern die Aufschrift „warrior of Christ“ trugen, beeindruckend darüber.

Danach wurden wir von Pater Jean David gemeinsam mit den Burschen zur einer abschließenden Besinnung in die Klosterkirche gebeten, wo dieser sehr anerkennende Worte über das Wirken von uns ReligionslehrerInnen fand, jeder der jungen Herren dann eine Fürbitte für uns Religionslehrkräfte aussprach. Abschließend erhoben sie dann mit Pater Jean David die Hände zur Segensgeste und sprachen über uns den Segen. Pater David segnete dann noch jede/n einzelne/n von uns.
Berührt von dieser Geste und beschenkt mit all den anderen Erfahrungen tragen wir dann den Heimweg an.

   
 


Bericht und Fotos: Ludwig Trojan