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Die Symbolik der Apokalypse
Bericht über die Pädagogische Werkstätte am 30. November 2011
im Diözesanhaus Klagenfurt
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Auch bei dieser Veranstaltung wurde das
Grundkonzept der Pädagogischen Werkstätte –
fachwissenschaftliche Zugänge zum Thema am Vormittag,
didaktische Überlegungen am Nachmittag - wieder umgesetzt. |
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Rektor Dr. Vidović erklärte die Unterschiede zwischen
apokalyptischen und prophetischen Schriften und verwies auf
die Bücher Daniel und Ezechiel im AT sowie einige apokryphe
apokalyptische Schriften. Erst über den Verstehenshorizont
der apokalyptischen Schriften des AT lässt sich die Symbolik
der Offenbarung des Johannes entschlüsseln.
MMag. Thonhauser zeigte auf, wie sich die Vorstellungen
einer Neugestaltung der Erde im Laufe der Geschichte von den
unterschiedlichsten Theorien aufgenommen wurden und je nach
Ideologie mit Hilfe von Vernunft, Naturwissenschaften,
Evolution, Revolution oder Technologie herbeigeführt werden
sollte.
Die beiden Referenten zeigten im Anschluss anhand
verschiedener Szenen von Spielfilmen ( „End of Days“, „Knowing“,
„Armageddon“) bzw. aus Fernsehserien („Supernatural“), wie
apokalyptische Bilder und Symbole aus der Heiligen Schrift
in unterschiedlicher Weise eingesetzt und gedeutet werden.
Über die Medien werden unsere SchülerInnen auch mit der
Thematik konfrontiert und teilweise auch stark verunsichert. |
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DDr. Stromberger, der dritte Vortragende
des Vormittags wählte einen ganz anderen Zugang zum Thema
über die Philosophie. Er zeigte über zwei große,
apokalyptische Ereignisse des 20. Jahrhunderts, die Shoa und
der Abwurf der Atombombe über Hiroshima und die
unterschiedlichen Sichtweisen der Ereignisse von Hannah
Arendt, Günther Stern und Edith Stein, dass auch in
kollektiven „Weltuntergängen“ immer auch der einzelne
Mensch, das Individuum, seine persönliche Leidensgeschichte
und den Umgang mit demselben hat.
Beide Ereignisse verbindet, dass sie von Menschen verursacht
wurden und durch „Arbeitsteilung“ viele Menschen
mitbeteiligt waren, ohne sich für das Geschehene
verantwortlich zu fühlen. Ein besonderes Beispiel war Adolf
Eichmann, der sein Handeln nie hinterfragt hat sondern nur
„seine Pflicht“ getan hat. |
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Der Nachmittag diente der möglichen
Umsetzung im Unterricht, vor allem in der 8.
Schulstufe, aber auch in der Oberstufe. Mag. Ogris machte
den TeilnehmerInnen noch einmal bewusst, dass die Texte, mit
denen die SchülerInnen konfrontiert werden, gut ausgewählt
und in Zusatzinformationen wie historische und politische
Zusammenhänge aus der Entstehungszeit sowie die Deutung der
einzelnen Symbole eingebettet werden müssen. |
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Mag. Gstättner stellte Arbeitsmaterialien
vor, die die Begrifflichkeit der Offenbarung mit der
Lebenswelt der SchülerInnen verknüpft und sowohl
Gerechtigkeit – (auf)richten – Gericht als auch Missstände
ihrer persönlichen Welt und Visionen einer neuen Welt
beinhalten. |
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Mag. Dohr stellte eine Zusammenfassung einiger angekündigter
und bekannter-weise nicht stattgefundener Weltuntergänge
vor, die den SchülerInnen die Angst vor der, in den Medien
groß angekündigten Maya-Prophezeihung nehmen soll.
Exemplarisch am Beispiel der Berichte von Bartolome de Las
Casas, dem „Gewissen Europas“, zeigte sie, dass die
schrecklichen Berichte über die Endzeit längst Realität sind
und auch unsere SchülerInnen teilweise in Lebenssituationen
sind, in denen sie Gewalt, Trauer und Schrecken erleben.
Deshalb ist es vor allem wichtig, das Kapitel 21 des Buches
des Offenbarung des Johannes im Unterricht zu vermitteln,
denn der dort zugesprochene Trost war nicht nur für die
Christen in den sieben Gemeinden, für die das Buch gedacht
war, notwendig, die Menschen von heute bedürfen dieser
aufrichtenden Botschaft genauso. Den Abschluss bildete das
Lied „The Beast Within“ von Madonna, in dem Ausschnitte aus
dem Buch der Offenbarung wörtlich übernommen sind. |
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Bericht: Maria-Elisabeth Dohr
Fotos: Edeltraud Moser
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