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Dr. Birgit Leitner:
Unterrichtsmodellierung als
kooperativ angelegtes
Forschungsprojekt
Summary
Die Institutionalisierung von
kooperativen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben entspricht
dem gesetzlichen Auftrag (vgl. HG 2005, § 5 und § 10) und
ist eine Maßnahme der Qualitätsentwicklung. In diesem
Artikel wird dargelegt, wie die Implementierung dieses
Forschungsauftrages an der Katholischen Pädagogischen
Hochschuleinrichtung Kärnten (KPHE Kärnten)1
durchgeführt wurde und inwieweit am Beispiel eines konkreten
Forschungsvorhabens erste Schritte der Kooperation mit
unterschiedlichen Schulen, mit der Theologischen Fakultät
der Universität Graz und mit der KPH Edith Stein gesetzt
werden konnten.
Gesetzliche Grundlagen und
Transfer in die Praxis
Das Anliegen, die Schwerpunkte Forschung und
institutionelle Kooperation auch in den
Lehrerinnenbildungseinrichtungen zu etablieren, ist bereits
im Akademien-Studiengesetz 19992
grundgelegt. Gemäß Hochschulgesetz 2005, § 5 ist eine der
Voraussetzungen für die Anerkennung von privaten
Studienangeboten, dass zur Erreichung der Ziele und zur
Sicherung der Grundsätze auch tatsächlich und nachweisbar
die erforderlichen berufsfeldbezogenen Forschungs- und
Entwicklungsarbeiten durch die Lehrenden durchgeführt
werden. In der kommentierten Ausgabe des Hochschulgesetzes
wird präzisiert, dass es sich hier um einen institutionellen
(nicht nur an die Bediensteten gerichteten) Forschungs- und
Entwicklungsauftrag handelt, der durch Lehrende der privaten
Bildungseinrichtung wahrzunehmen ist (vgl. Jonak/Münster
2007, S. 39). Das Hochschulgesetz 2005 statuiert
im § 10 eine Kooperationsverpflichtung, die als „Grundsatz“
auch für private Pädagogische Hochschulen bzw.
Studienangebote von besonderer Bedeutung ist (vgl. Jonak/Münster
2007, S. 53). Die vielfältige Forschungsarbeit an den
Vorgängerinstitutionen3 der KPHE Kärnten bis zum
Studienjahr 2005/06 wurde in den jährlich
publizierten Forschungsberichten des damals so genannten
Österreichischen Bundesministeriums für Bildung,
Wissenschaft und Kultur veröffentlicht, die
Kooperationstätigkeit bezog sich bis zum Studienjahr 2006/07
hauptsächlich auf eine von unterschiedlichen
Institutionen getragene Entwicklung und Durchführung von
Akademielehrgängen.
Die Einrichtung der
„Forschungswerkstatt“
Um die gesetzlich verankerten Schwerpunkte „Forschung
und Entwicklung“ und „Wissenschaftliche Kooperation“ an der
KPHE Kärnten entsprechend dem Hochschulgesetz 2005
institutionell zu verankern, wurden auf zwei Ebenen
exemplarische Bildungsvoraussetzungen dafür geschaffen und
gesetzt mit dem Ziel, das forschende und entwickelnde Lehren
und Lernen zu thematisieren und Netzwerke des kooperativen
Forschens aufzubauen.
1. Die eine Ebene ist die der Lehrenden der KPHE Kärnten
und der in der Praxis stehenden Religionspädagoginnen, für
die eine so genannte „Forschungswerkstatt“4 als
Gesprächs-, Austausch- und Informationsplattform
eingerichtet wurde. Dreimal im Studienjahr werden die
Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte vom Kollegium der
KPHE Kärnten und von interessierten Religionslehrkräften
geplant und diskutiert und dabei werden konkrete
Forschungsergebnisse vorgestellt. Diese Form der kollegialen
Auseinandersetzung dient der Zusammenschau der einzelnen
Entwicklungsinitiativen und der Planung von kooperativen und
institutionsübergreifenden Forschungsprojekten.
2. Auf der zweiten Ebene der Ausbildung von
Religionslehrkräften wurde die Implementierung der Module
„Forschendes und entwickelndes Lehren und Lernen“ als
Pflichtmodule im Curriculum des Privaten Studienganges
Lehramt Katholische Religion an Pflichtschulen durchgeführt.
Dabei soll die kontinuierliche Hinführung zum Prinzip des
Lebenslangen Lernens und Forschens, zur Reflexion und
Evaluierung der eigenen Unterrichtsarbeit, aber auch zur
reflektierenden Auseinandersetzung mit den
Lehrveranstaltungen durch die Studierenden fokussiert
werden.
Die Forschungswerkstatt auf diesen
beiden Ebenen hat zum Ziel, dass die Studierenden, die
Lehrenden an der KPHE Kärnten und praktizierende
Religionslehrkräfte durch
wissenschaftlich-berufsfeldbezogene Forschungsarbeit bei der
Weiterentwicklung der Qualität des Unterrichtes und zur
Verbesserung der Arbeitsbedingungen kollegiale Unterstützung
finden und erhalten. Dabei steht das Wahrnehmen und
Bearbeiten von aktuellen pädagogischen,
methodisch-didaktischen und fachlichen Fragestellungen,
sowie das Verständnis von komplexen Zusammenhängen und
forschungsorientiertem Handeln im Mittelpunkt. Durch
Gestaltung einer konstruktiven Gesprächsatmosphäre und einer
partnerschaftlichen Lernkultur sollen Lehrende und
Studierende aus unterschiedlichen Schulen und Institutionen
herausgefordert und befähigt werden, solche
Entwicklungsprozesse zu initiieren, zu begleiten,
durchzuführen, zu dokumentieren und zu evaluieren.
Unterrichtsentwicklung im
Kontext der Praktischen Theologie
Mehrjährige Erfahrungen von ReligionspädagogInnen in der
Diözese Gurk im methodischen Ansatz der „Aktionsforschung“5
waren Ausgangspunkte für Forschungsinitiativen, weiche die
Praxis des Religionsunterrichtes in den Mittelpunkt
stellten. Es sind erfahrene PraktikerInnen, die berufliche
Situationen systematisch untersuchen, in der Absicht, die
Qualität des Lehrens und Lernens an der Schule und die
Bedingungen, unter denen Lehrerinnen und Schülerinnen
arbeiten zu verbessern (vgl. Altrichter/Posch 1998, S. 13
f. ). In Workshops und Lehrveranstaltungen werden
aufbauend auf den Prinzipien dieses Forschungsansatzes
Unterrichtsmodelle entwickelt und evaluiert. Um den
Religionspädagoginnen in der Praxis ein weiteres „Rüstzeug“
für den konstruktiven Umgang mit herausfordernden
Unterrichtssituationen und deren Lösung zu vermitteln, wurde
der Akademielehrgang „Intervision/Kollegiale Beratung“6
unter der Leitung von Kim-Oliver Tietze eingerichtet.
Die Methode der Kollegialen Beratung ermöglicht den
Lehrenden, konkrete Probleme und Praxisfälle mit Hilfe
anderer Gruppenmitglieder systematisch zu reflektieren und
Lösungsoptionen für den Berufsalltag zu entwickeln. Diese
kooperativen, prozessorientierten und interdisziplinär
angelegten Forschungs- und Entwicklungsansätze lassen sich
gut verbinden mit dem in der Praktischen Theologie bekannten
methodischen Modell „Sehen - Urteilen - Handeln“. Die
Grundstruktur dieses methodischen Vorgehens wurde vom
belgischen Priester Joseph Cardin (1882-1967)
für die Praxis der Christlichen Arbeiterjugend entwickelt,
hat das konkrete Leben als Ausgangspunkt und Ziel und
fördert die Urteils- und Handlungsfähigkeit (vgl. Klein
2005, S. 54 ff.)7.
Ausgehend vom konkreten Religionsunterricht und den daran
direkt beteiligten Personen, den SchülerInnen und der
Lehrerin / dem Lehrer, mit seinen Inhalten und Zielen, mit
den methodisch-didaktischen Festlegungen stehen nicht nur
die Unterrichtsentwicklung im Zentrum dieses
Forschungsvorhabens, sondern auch die Prozesse des
Entstehens der Forschungsergebnisse sowie die Reflexion der
Prozessphasen und die Einbeziehung des theologischen Wissens
der Beteiligten in den lösungsorientierten Umgang mit
herausfordernden Situationen des beruflichen Alltages.
Dieser Ansatz des praktisch-theologischen Forschens, bei dem
auch so genannte PraktikerInnen ermutigt werden, „… die
eigenen subjektiven Theorien ihres Handelns zu bedenken und
mit dem wissenschaftlichen Diskurs zu verbinden“ (Scharer/Kraml
2003, S. 9 f.), basiert auf dem Konzept der
Kommunikativen Theologie und wird im Rahmen des „Innsbrucker
Forschungskollegs“8 an der Abteilung für
Katechetik / Religionspädagogik und Fachdidaktik der
Katholischen Theologischen Fakultät an der Universität
Innsbruck praktiziert. Der prozessorientierte Ansatz, die
Einbindung der PraktikerInnen und der theologischen Inhalte
in die Entwicklungsarbeiten und die Berücksichtigung der
theologischen Reflexion in den Forschungsvorhaben wird in
der Forschungswerkstatt der KPHE Kärnten beachtet und geübt.
Das Forschungsprojekt „Der
Religionsunterricht im Modell der Neuen Mittelschule“
Die Entscheidung der Diözese Gurk im Oktober 2007,
dass sich zwei Katholische Privatschulen am Modell
„Neue Mittelschule“ des Bundesministeriums für Unterricht,
Kunst und Kultur9 beteiligen werden, war
ausschlaggebend, dass an der KPHE Kärnten als einer der
Forschungsschwerpunkte die Begleitung des Katholischen
Religionsunterrichtes an der „Neuen Mittelschule“ (NMS)
festgelegt wurde, und zwar in allen fünf ersten Klassen der
. Schulstufe. Dieses Forschungsprojekt wird von Dr.
Birgit Leitner geleitet. Die drei beteiligten
Religionsdiplompädagoginnen, Sieglinde Bürger, Hemma
Lettner und Birgit Media, unterrichten an den vier
Kärntner Modellschulen10 und wurden im ersten
Projektjahr 2008/09 mit einer Jahres-wochenstunde als
pädagogische Mitarbeiterinnen mit dem Schwerpunkt
„Entwicklung im Religionsunterricht an NMS“ an der KPHE
Kärnten mitverwendet.
Ziel des Forschungsvorhabens war und ist es, die
unmittelbaren Auswirkungen und langfristigen Konsequenzen
dieses umfassenden Reformprogramms für den
Religionsunterricht wahrzunehmen, Einbindungsmöglichkeiten
des Religions-unterrichtes in das Schulmodell zu planen, zu
begleiten und zu dokumentieren, Unterrichtsmaterialien, die
den Modellvorgaben der Individualisierung und
Differenzierung entsprechen; zu erstellen und die
Religionspädagoginnen in ihrer Unterrichtstätigkeit zu
begleiten. Vereinbart wurde, dass sich das Projektteam
monatlich trifft, über den aktuellen Entwicklungsstand am
jeweiligen Schulstandort und in den Modellklassen berichtet,
problematische Situationen im Rahmen kolle-gialer Beratung
lösungsorientiert bearbeitet und Entwicklungsfortschritte
würdigt.
Mit eingeladen waren auch Vertreterinnen der Schulaufsicht
und Mag. Maria Elisabeth Dohr, eine pädagogische
Mitarbeiterin an der KPHE Kärnten, die für die
Schulpraktischen Studien in der Bildungsarbeit der
Religionspädagoginnen verantwortlich ist und die auf der
Grundlage der Erfahrungen des ersten Modelljahres, den
Fortbildungsbedarf für den Religionsunterricht in der Neuen
Mittelschule sondieren, eruieren und dokumentieren und so
ein bedarfsorientiertes Fortbildungsprogramm entwickeln
soll.
Damit die wissenschaftliche theologische Auseinandersetzung
und Qualifizierung mit Einbeziehung von universitären
FachexpertInnen durchgeführt werden kann, wurde Kontakt
aufgenommen mit Ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Weirer
vom Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der
Theologischen Fakultät der Universität Graz. Mit der Zusage
von Wolfgang Weirer das Projekt als „critical friend“
aus der Distanz des Wissenschafters und auch aus der
regionalen Entfernung von Graz aus zu begleiten und die
Projekterfahrungen und Forschungsergebnisse zu
kommen-tieren, gelangen die ersten Schritte in einem
Kooperationsvorhaben der KPHE Kärnten mit der Universität
Graz.
Zwei Reflexionsgespräche haben im ersten Schuljahr 2008/09
dieses Modell-versuches stattgefunden, beim ersten
Treffen im Jänner 2009 in Graz an der Universität
wurde die Arbeit der ersten Monate reflektiert, die Ziele
des Entwicklungsprojektes kritisch betrachtet und neu
definiert und eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung für
den 20. Mai 2009 an der KPHE Kärnten geplant.
An diesem Studiennachmittag waren alle Religionslehrkräfte
der zweiten Generation des Modellversuches im Schuljahr
2009/10 eingeladen. Rückblickend wurden die
Ergebnisse und Erfahrungen des ersten Projektjahres
vorgestellt und diskutiert und Ausblicke auf das kommende
Schuljahr vorgenommen. Im Rahmen dieses
Fortbildungsseminares referierte Wolfgang Weirer über
unterschiedliche Zugänge zu den Definitionen und der
Bedeutung von Individualisierung und Differenzierung im
Religionsunterricht, insbesondere bei 10- bis 14-
jährigen Schülerinnen, über die dafür erforderlichen
Kompetenzen von ReligionspädagogInnen und über die Stellung
der ReligionslehrerInnen im Kollegium und deren Aufgabe,
sich auch konstruktiv kritisch einzubringen im Sinne einer
Anwaltschaft für die Schülerinnen und für das Schulsystem.
Eine weitere Kooperation wurde mit der Kirchlichen
Pädagogischen Hochschule Edith Stein eingegangen, die am
Standort Salzburg den reformpädagogischen Schwerpunkt der „Marchtaler
Pädagogik“11 setzt, einen Ausbildungslehrgang
für diese spezielle Pädagogik anbietet und ein Netzwerk zur
Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für offene Lernformen
aufgebaut hat. Pädagoginnen des Modellversuches aus Kärnten
nehmen am Lehrgang teil und wirken auch als
Multiplikatorinnen, In Salzburg erstellte
Unterrichtsmaterialien für die „Freie Stillarbeit“ können
als „best practice“ Beispiele in Kärnten Nachahmung
erfahren.
Erste Ergebnisse des
kooperativ angelegten Forschungsprojektes
„Zu schnell, zu viel und zu eng“
lautete die zusammenfassende Auswertung und Beurteilung für
den Prozessverlauf nach den Projektreflexionen am Ende des
Schuljahres 2008/09. Die Standortbestimmung des
Religionsunterrichtes im Modellversuch braucht Zeit, die
individuelle Schwerpunktsetzung der Religions-lehrerInnen an
den verschiedenen Schulstandorten erfordert die Kraft aller
Beteiligten. Die akkordierte Weiterentwicklung des Projektes
basiert einerseits auf den Erfahrungen in den
unterschiedlichen Modellklassen und andrerseits auf dem
offenen Blick auf die Gesamtentwicklungen. Geduld und
Gelassenheit sind notwendig, aber auch das konstruktiv
kritische Lernen von Lehrerinnen miteinander und
voneinander. Die Rückbesinnung auf die persönlichen und
fachlichen Ressourcen der jeweiligen Lehrkraft und auf die
je eigenen, in den vielen Arbeits-jahren entwickelten
Kompetenzen und Fähigkeiten, ist nicht selbstverständlich,
sondern muss jeweils neu gewagt und bewusst durchgeführt
werden. Es geht auch um die „Wiederentdeckung“ des
Unterrichtsgegenstandes „Katholische Religion“
mit seinen in
den Lehrplänen formulierten Prinzipien, Inhalten und Zielen.
Die Auseinandersetzung, wie für ReligionspädagogInnen, für TheologInnen die derzeit bildungspolitisch herausragenden
Begriffe „Individualisierung, Differenzierung und
Personalisierung“ definiert werden können und was dies für
den Religionsunterricht in der Neuen Mittelschule bedeuten
kann, ist die zentrale religionspädagogische Herausforderung
für alle Beteiligten und Betroffenen. Dazu gehört auch das
Nachdenken, welche Formen von Differenzierung im
Religionsunterricht möglich, sinnvoll und notwendig sind und
inwieweit Materialien und Behelfe für individuelle
Förderungen im Kontext religiöser Bildung und Erziehung
unterstützend wirken können. Zur Förderung sowohl der
Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung wie auch der
jeweiligen Lehr-, Lern- und Fachkompetenz gehört es auch,
die Wahrnehmung zu schulen und Beziehungsarbeit als
Grundlage für die Schaffung einer konstruktiven
Arbeitsatmosphäre zu leisten, gezielt Unterrichtsanfänge zu
gestalten, die Gemeinschaftsbildung in den Klassen und in
den LehrerInnenteams zu fördern und sich schrittweise einer
Lernkultur anzunähern, die tatsächlich die Menschen mit
ihrem Leben und ihrem Glauben in den Mittelpunkt vom Lehren
und Lernen stellt.
Resümee und Ausblick
Die Kooperation mit unterschiedlichen Schulen und
Institutionen wird von allen Beteiligten im
Forschungsprozess als notwendig und bereichernd
wahrgenommen.
Das Entwicklungsprojekt „Religion in der NMS“ ist weiterhin
einer der Forschungs-schwerpunkte an der KPHE Kärnten.
Ergänzend werden im Studienjahr 2009/10
projektbezogene Erfahrungen anderer österreichischer
Hochschulen und Universitäten einbezogen.
ANMERKUNGEN
1. Die beiden katholischen Privatschulen
Religionspädagogisches Institut und Religionspädagogische
Akademie der Diözese Gurk wurden im Zusammen-hang mit der
Hochschulentwicklung im Oktober 2007 in die Katholische
Pädagogische Hochschuleinrichtung Kärnten übergeführt. Die KPHE Kärnten ist eine private Bildungseinrichtung der
Diözese Gurk, die als institutioneller Rahmen für den
privaten Studiengang Katholische Religionspädagogik und für
weitere private Studienangebote gemäß HG 2005, § 4 zur Aus-,
Fort- und Weiterbildung der ReligionspädagogInnen der
Diözese Gurk errichtet wurde.
2. Bereits im Akademien-Studiengesetz 1999, § 5 wurde
grundgelegt, dass die Lehre mit berufsfeldbezogener
Forschung und Entwicklung zu verbinden ist und dass die
Kooperation untereinander und mit anderen Bildungs- und
Forschungseinrichtungen neben der berufsbezogenen Forschung
und Entwicklung auch auf die Evaluation zu erfolgen hat. Ein
Forschungsbeirat wurde eingerichtet (vgl. AstG 1999,
§ 24), in den jährlich erstellten Tätigkeitsberichten
wurde auch die Forschungsaktivitäten und
Forschungskooperationen der Religionspädagogischen Akademie
der Diözese Gurk dokumentiert und publiziert.
3. Religionspädagogische Akademie und
Religionspädagogisches Institut der Diözese Gurk
4. Vgl. www.kphe-kaernten.at/ Forschung und Entwicklung
5. Aufbauend auf dem Ansatz des Engländers John
Elliott, dass Aktionsforschung die systematische
Reflexion von Praktikern über ihr Handeln ist in der
Absicht, es weiterzuentwickeln, haben die österreichischen
Pädagogen
Peter Posch und Herbert Altrichter
ein Handbuch über die methodische
Unterstützung zur
Weiterentwicklung der Qualität von Unterricht und Schule
herausgegeben.
6. www.kath-kirche-kaernten.at/rpa/akademielehrgaenge/alg_intervision.htm
7. Eine differenzierte Darlegung von
Entstehungsgeschichte, Entwicklung und Praxis dieser als „Révision
de vie“ bekannten Methode findet sich in: Repplinger
165-183.
8.
Vgl. www.uibk.ac.at/rgkw/komtheo
9. www.neuemittelschuhe.at
10. ORG/RG/NMS und HS/NMS St. Ursula in Klagenfurt,
BORG/BRG/NMS und PHS/NMS der Pädagogischen Hochschule
Kärnten in Klagenfurt
11. www.kirchen.net/schulen/page.asd?id=32o4
12. vgl. Lehrpläne für den kath. Religionsunterricht
LITERATUR
Altrichter,
Herbert / Posch, Peter: Lehrer erforschen ihren Unterricht:
eine Einführung in die Methoden der Aktionsforschung.
Klinkhardt, Bad Heilbrunn, 3. Aufl. 1998.
AstG 1999:
www.parlament.gv.at/PG/DE/XX/l/1o1794/fnamel4o724.pdf,
01.10.2009
Jonak, Felix
/ Münster, Gerhard: Die Pädagogische Hochschule,
Hochschulgesetz 2005, 2. Aufl., innverlag und gatt,
Innsbruck 2007
Klein,
Stephanie: Erkenntnis und Methode in der Praktischen
Theologie, Kohlhammer, Stuttgart 2005
Repplinger,
Hermann Josef: »Révision de vie« eine mögliche Form
religiöser Entscheidung“, in: Frielingsdorf, Karl / Switek,
Günter (Hg.): Entscheidung aus dem Glauben. Modell für
religiöse Entscheidungen und eine christliche
Lebensorientierung. Grünewald, Mainz 1978.
Scharer,
Matthias / Kraml, Martina (Hg.): Vom Leben herausgefordert.
Praktisch-theologisches Forschen als kommunikativer Prozess,
Grünewald, Mainz 2003
Tietze,
Kim-Oliver: Kollegiale Beratung. Problemlösungen gemeinsam
entwickeln. Rowohlt Tb., 3. Aufl. 2003 |