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Artikel aus: Erziehung und Unterricht    Jänner/Februar 1-2/2010
Dr. Birgit Leitner:
Unterrichtsmodellierung als kooperativ angelegtes Forschungsprojekt
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Dr. Birgit Leitner:
Unterrichtsmodellierung als kooperativ angelegtes Forschungsprojekt

Summary

Die Institutionalisierung von kooperativen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben entspricht dem gesetzlichen Auftrag (vgl. HG 2005, § 5 und § 10) und ist eine Maßnahme der Qualitätsentwicklung. In diesem Artikel wird dargelegt, wie die Implementierung dieses Forschungsauftrages an der Katholischen Pädagogischen Hochschuleinrichtung Kärnten (KPHE Kärnten)1 durchgeführt wurde und inwieweit am Beispiel eines konkreten Forschungsvorhabens erste Schritte der Kooperation mit unterschiedlichen Schulen, mit der Theologischen Fakultät der Universität Graz und mit der KPH Edith Stein gesetzt werden konnten.

Gesetzliche Grundlagen und Transfer in die Praxis
Das Anliegen, die Schwerpunkte Forschung und institutionelle Kooperation auch in den Lehrerinnenbildungs­einrichtungen zu etablieren, ist bereits im Akademien-Studiengesetz 19992 grundgelegt. Gemäß Hochschulgesetz 2005, § 5 ist eine der Voraussetzungen für die Anerkennung von privaten Studienangeboten, dass zur Erreichung der Ziele und zur Sicherung der Grundsätze auch tatsächlich und nachweisbar die erforderlichen berufsfeld­bezogenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durch die Lehrenden durchgeführt werden. In der kommentierten Ausgabe des Hochschulgesetzes wird präzisiert, dass es sich hier um einen institutionellen (nicht nur an die Bediensteten gerichteten) Forschungs- und Entwicklungsauftrag handelt, der durch Lehrende der privaten Bildungs­einrichtung wahrzunehmen ist (vgl. Jonak/Münster 2007, S. 39). Das Hochschulgesetz 2005 statuiert im § 10 eine Kooperationsverpflichtung, die als „Grundsatz“ auch für private Pädagogische Hochschulen bzw. Studienangebote von besonderer Bedeutung ist (vgl. Jonak/Münster 2007, S. 53). Die vielfältige Forschungsarbeit an den Vorgängerinstitutionen3 der KPHE Kärnten bis zum Studienjahr 2005/06 wurde in den jährlich publizierten Forschungsberichten des damals so genannten Österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur veröffentlicht, die Kooperationstätigkeit bezog sich bis zum Studienjahr 2006/07 hauptsächlich auf eine von unterschiedlichen Institutionen getragene Entwicklung und Durchführung von Akademielehrgängen.

Die Einrichtung der „Forschungswerkstatt“
Um die gesetzlich verankerten Schwerpunkte „Forschung und Entwicklung“ und „Wissenschaftliche Kooperation“ an der KPHE Kärnten entsprechend dem Hochschulgesetz 2005 institutionell zu verankern, wurden auf zwei Ebenen exemplarische Bildungsvoraussetzungen dafür geschaffen und gesetzt mit dem Ziel, das forschende und entwickelnde Lehren und Lernen zu thematisieren und Netzwerke des kooperativen Forschens aufzubauen.

1.   Die eine Ebene ist die der Lehrenden der KPHE Kärnten und der in der Praxis stehenden Religionspädagoginnen, für die eine so genannte „Forschungswerkstatt“4 als Gesprächs-, Austausch- und Informationsplattform eingerichtet wurde. Dreimal im Studienjahr werden die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte vom Kollegium der KPHE Kärnten und von interessierten Religionslehrkräften geplant und diskutiert und dabei werden konkrete Forschungsergebnisse vorgestellt. Diese Form der kollegialen Auseinandersetzung dient der Zusammenschau der einzelnen Entwicklungsinitiativen und der Planung von kooperativen und institutionsübergreifenden Forschungsprojekten.

2.   Auf der zweiten Ebene der Ausbildung von Religionslehrkräften wurde die Implementierung der Module „Forschendes und entwickelndes Lehren und Lernen“ als Pflichtmodule im Curriculum des Privaten Studienganges Lehramt Katholische Religion an Pflichtschulen durchgeführt. Dabei soll die kontinuierliche Hinführung zum Prinzip des Lebenslangen Lernens und Forschens, zur Reflexion und Evaluierung der eigenen Unterrichtsarbeit, aber auch zur reflektierenden Auseinandersetzung mit den Lehrveranstaltungen durch die Studierenden fokussiert werden.

Die Forschungswerkstatt auf diesen beiden Ebenen hat zum Ziel, dass die Studierenden, die Lehrenden an der KPHE Kärnten und praktizierende Religionslehrkräfte durch wissenschaftlich-berufsfeldbezogene Forschungsarbeit bei der Weiterentwicklung der Qualität des Unterrichtes und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen kollegiale Unterstützung finden und erhalten. Dabei steht das Wahrnehmen und Bearbeiten von aktuellen pädagogischen, methodisch-didaktischen und fachlichen Fragestellungen, sowie das Verständnis von komplexen Zusammenhängen und forschungsorientiertem Handeln im Mittelpunkt. Durch Gestaltung einer konstruktiven Gesprächsatmosphäre und einer partnerschaftlichen Lernkultur sollen Lehrende und Studierende aus unterschiedlichen Schulen und Institutionen herausgefordert und befähigt werden, solche Entwicklungsprozesse zu initiieren, zu begleiten, durchzuführen, zu dokumentieren und zu evaluieren.

Unterrichtsentwicklung im Kontext der Praktischen Theologie
Mehrjährige Erfahrungen von ReligionspädagogInnen in der Diözese Gurk im methodischen Ansatz der „Aktionsforschung“5 waren Ausgangspunkte für Forschungsinitiativen, weiche die Praxis des Religions­unterrichtes in den Mittelpunkt stellten. Es sind erfahrene PraktikerInnen, die berufliche Situationen systematisch untersuchen, in der Absicht, die Qualität des Lehrens und Lernens an der Schule und die Bedingungen, unter denen Lehrerinnen und Schülerinnen arbeiten zu verbessern (vgl. Altrichter/Posch 1998, S. 13 f. ). In Workshops und Lehrveran­staltungen werden aufbauend auf den Prinzipien dieses Forschungsansatzes Unterrichtsmodelle entwickelt und evaluiert. Um den Religionspädagoginnen in der Praxis ein weiteres „Rüstzeug“ für den konstruktiven Umgang mit herausfordernden Unterrichtssituationen und deren Lösung zu vermitteln, wurde der Akademielehrgang „Intervision/Kollegiale Beratung“6 unter der Leitung von Kim-Oliver Tietze eingerichtet. Die Methode der Kollegialen Beratung ermöglicht den Lehrenden, konkrete Probleme und Praxisfälle mit Hilfe anderer Gruppenmitglieder systematisch zu reflektieren und Lösungsoptionen für den Berufsalltag zu entwickeln. Diese kooperativen, prozessorientierten und interdisziplinär angelegten Forschungs- und Entwicklungsansätze lassen sich gut verbinden mit dem in der Praktischen Theologie bekannten methodischen Modell „Sehen - Urteilen - Handeln“. Die Grundstruktur dieses methodischen Vorgehens wurde vom belgischen Priester Joseph Cardin (1882-1967) für die Praxis der Christlichen Arbeiterjugend entwickelt, hat das konkrete Leben als Ausgangspunkt und Ziel und fördert die Urteils- und Handlungsfähigkeit (vgl. Klein 2005, S. 54 ff.)7.
Ausgehend vom konkreten Religionsunterricht und den daran direkt beteiligten Personen, den SchülerInnen und der Lehrerin / dem Lehrer, mit seinen Inhalten und Zielen, mit den methodisch-didaktischen Festlegungen stehen nicht nur die Unterrichtsentwicklung im Zentrum dieses Forschungsvorhabens, sondern auch die Prozesse des Entstehens der Forschungsergebnisse sowie die Reflexion der Prozessphasen und die Einbeziehung des theologischen Wissens der Beteiligten in den lösungsorientierten Umgang mit herausfordernden Situationen des beruflichen Alltages. Dieser Ansatz des praktisch-theologischen Forschens, bei dem auch so genannte PraktikerInnen ermutigt werden, „…  die eigenen subjektiven Theorien ihres Handelns zu bedenken und mit dem wissenschaftlichen Diskurs zu verbinden“ (Scharer/Kraml 2003, S. 9 f.), basiert auf dem Konzept der Kommunikativen Theologie und wird im Rahmen des „Innsbrucker Forschungskollegs“8 an der Abteilung für Katechetik / Religionspädagogik und Fachdidaktik der Katholischen Theologischen Fakultät an der Universität Innsbruck praktiziert. Der prozess­orientierte Ansatz, die Einbindung der PraktikerInnen und der theologischen Inhalte in die Entwicklungsarbeiten und die Berücksichtigung der theologischen Reflexion in den Forschungs­vorhaben wird in der Forschungswerkstatt der KPHE Kärnten beachtet und geübt.

Das Forschungsprojekt „Der Religionsunterricht im Modell der Neuen Mittelschule“
Die Entscheidung der Diözese Gurk im Oktober 2007, dass sich zwei Katholische Privatschulen am Modell „Neue Mittelschule“ des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur9 beteiligen werden, war ausschlaggebend, dass an der KPHE Kärnten als einer der Forschungsschwerpunkte die Begleitung des Katholischen Religionsunterrichtes an der „Neuen Mittelschule“ (NMS) festgelegt wurde, und zwar in allen fünf ersten Klassen der . Schulstufe. Dieses Forschungsprojekt wird von Dr. Birgit Leitner geleitet. Die drei beteiligten Religions­diplompädagoginnen, Sieglinde Bürger, Hemma Lettner und Birgit Media, unterrichten an den vier Kärntner Modellschulen10 und wurden im ersten Projektjahr 2008/09 mit einer Jahres-wochenstunde als pädagogische Mitarbeiterinnen mit dem Schwerpunkt „Entwicklung im Religionsunterricht an NMS“ an der KPHE Kärnten mitverwendet.
Ziel des Forschungsvorhabens war und ist es, die unmittelbaren Auswirkungen und langfristigen Konsequenzen dieses umfassenden Reformprogramms für den Religionsunterricht wahrzunehmen, Einbindungsmöglichkeiten des Religions-unterrichtes in das Schulmodell zu planen, zu begleiten und zu dokumentieren, Unterrichtsmaterialien, die den Modellvorgaben der Individualisierung und Differenzierung entsprechen; zu erstellen und die Religionspädagoginnen in ihrer Unterrichtstätigkeit zu begleiten. Vereinbart wurde, dass sich das Projektteam monatlich trifft, über den aktuellen Entwicklungsstand am jeweiligen Schulstandort und in den Modellklassen berichtet, problematische Situationen im Rahmen kolle-gialer Beratung lösungsorientiert bearbeitet und Entwicklungsfortschritte würdigt.
Mit eingeladen waren auch Vertreterinnen der Schulaufsicht und Mag. Maria Elisabeth Dohr, eine pädagogische Mitarbeiterin an der KPHE Kärnten, die für die Schulpraktischen Studien in der Bildungsarbeit der Religions­pädagoginnen verantwortlich ist und die auf der Grundlage der Erfahrungen des ersten Modelljahres, den Fortbildungsbedarf für den Religionsunterricht in der Neuen Mittelschule sondieren, eruieren und dokumentieren und so ein bedarfsorientiertes Fortbildungsprogramm entwickeln soll.
Damit die wissenschaftliche theologische Auseinandersetzung und Qualifizierung mit Einbeziehung von universitären FachexpertInnen durchgeführt werden kann, wurde Kontakt aufgenommen mit Ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Weirer vom Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Theologischen Fakultät der Universität Graz. Mit der Zusage von Wolfgang Weirer das Projekt als „critical friend“ aus der Distanz des Wissenschafters und auch aus der regionalen Entfernung von Graz aus zu begleiten und die Projekterfahrungen und Forschungsergebnisse zu kommen-tieren, gelangen die ersten Schritte in einem Kooperationsvorhaben der KPHE Kärnten mit der Universität Graz.
Zwei Reflexionsgespräche haben im ersten Schuljahr 2008/09 dieses Modell-versuches stattgefunden, beim ersten Treffen im Jänner 2009 in Graz an der Universität wurde die Arbeit der ersten Monate reflektiert, die Ziele des Entwicklungsprojektes kritisch betrachtet und neu definiert und eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung für den 20. Mai 2009 an der KPHE Kärnten geplant.
An diesem Studiennachmittag waren alle Religionslehrkräfte der zweiten Generation des Modellversuches im Schuljahr 2009/10 eingeladen. Rückblickend wurden die Ergebnisse und Erfahrungen des ersten Projektjahres vorgestellt und diskutiert und Ausblicke auf das kommende Schuljahr vorgenommen. Im Rahmen dieses Fortbildungsseminares referierte Wolfgang Weirer über unterschiedliche Zugänge zu den Definitionen und der Bedeutung von Individualisierung und Differenzierung im Religionsunterricht, insbesondere bei 10- bis 14- jährigen Schülerinnen, über die dafür erforderlichen Kompetenzen von ReligionspädagogInnen und über die Stellung der ReligionslehrerInnen im Kollegium und deren Aufgabe, sich auch konstruktiv kritisch einzubringen im Sinne einer Anwaltschaft für die Schülerinnen und für das Schulsystem.
Eine weitere Kooperation wurde mit der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein eingegangen, die am Standort Salzburg den reformpädagogischen Schwerpunkt der „Marchtaler Pädagogik“11 setzt, einen Ausbildungslehrgang für diese spezielle Pädagogik anbietet und ein Netzwerk zur Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für offene Lernformen aufgebaut hat. Pädagoginnen des Modellversuches aus Kärnten nehmen am Lehrgang teil und wirken auch als Multiplikatorinnen, In Salzburg erstellte Unterrichtsmaterialien für die „Freie Stillarbeit“ können als „best practice“ Beispiele in Kärnten Nachahmung erfahren.

Erste Ergebnisse des kooperativ angelegten Forschungsprojektes

„Zu schnell, zu viel und zu eng“ lautete die zusammenfassende Auswertung und Beurteilung für den Prozessverlauf nach den Projektreflexionen am Ende des Schuljahres 2008/09. Die Standortbestimmung des Religionsunterrichtes im Modellversuch braucht Zeit, die individuelle Schwerpunktsetzung der Religions-lehrerInnen an den verschiedenen Schulstandorten erfordert die Kraft aller Beteiligten. Die akkordierte Weiterentwicklung des Projektes basiert einerseits auf den Erfahrungen in den unterschiedlichen Modellklassen und andrerseits auf dem offenen Blick auf die Gesamtentwicklungen. Geduld und Gelassenheit sind notwendig, aber auch das konstruktiv kritische Lernen von Lehrerinnen miteinander und voneinander. Die Rückbesinnung auf die persönlichen und fachlichen Ressourcen der jeweiligen Lehrkraft und auf die je eigenen, in den vielen Arbeits-jahren entwickelten Kompetenzen und Fähigkeiten, ist nicht selbstverständlich, sondern muss jeweils neu gewagt und bewusst durchgeführt werden. Es geht auch um die „Wiederentdeckung“ des Unterrichtsgegenstandes „Katholische Religion“
mit seinen in den Lehrplänen formulierten Prinzipien, Inhalten und Zielen. Die Auseinandersetzung, wie für ReligionspädagogInnen, für TheologInnen die derzeit bildungspolitisch herausragenden Begriffe „Individualisierung, Differenzierung und Personalisierung“ definiert werden können und was dies für den Religionsunterricht in der Neuen Mittelschule bedeuten kann, ist die zentrale religionspädagogische Herausforderung für alle Beteiligten und Betroffenen. Dazu gehört auch das Nachdenken, welche Formen von Differenzierung im Religionsunterricht möglich, sinnvoll und notwendig sind und inwieweit Materialien und Behelfe für individuelle Förderungen im Kontext religiöser Bildung und Erziehung unterstützend wirken können. Zur Förderung sowohl der Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung wie auch der jeweiligen Lehr-, Lern- und Fachkompetenz gehört es auch, die Wahrnehmung zu schulen und Beziehungsarbeit als Grundlage für die Schaffung einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre zu leisten, gezielt Unterrichtsanfänge zu gestalten, die Gemeinschaftsbildung in den Klassen und in den LehrerInnenteams zu fördern und sich schrittweise einer Lernkultur anzunähern, die tatsächlich die Menschen mit ihrem Leben und ihrem Glauben in den Mittelpunkt vom Lehren und Lernen stellt.

Resümee und Ausblick
Die Kooperation mit unterschiedlichen Schulen und Institutionen wird von allen Beteiligten im Forschungsprozess als notwendig und bereichernd wahrgenommen.
Das Entwicklungsprojekt „Religion in der NMS“ ist weiterhin einer der Forschungs-schwerpunkte an der KPHE Kärnten. Ergänzend werden im Studienjahr 2009/10 projektbezogene Erfahrungen anderer österreichischer Hochschulen und Universitäten einbezogen.

ANMERKUNGEN

1.   Die beiden katholischen Privatschulen Religionspädagogisches Institut und Religionspädagogische Akademie der Diözese Gurk wurden im Zusammen-hang mit der Hochschulentwicklung im Oktober 2007 in die Katholische Pädagogische Hochschuleinrichtung Kärnten übergeführt. Die KPHE Kärnten ist eine private Bildungseinrichtung der Diözese Gurk, die als institutioneller Rahmen für den privaten Studiengang Katholische Religionspädagogik und für weitere private Studienangebote gemäß HG 2005, § 4 zur Aus-, Fort- und Weiterbildung der ReligionspädagogInnen der Diözese Gurk errichtet wurde.

2.   Bereits im Akademien-Studiengesetz 1999, § 5 wurde grundgelegt, dass die Lehre mit berufsfeldbezogener Forschung und Entwicklung zu verbinden ist und dass die Kooperation untereinander und mit anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen neben der berufsbezogenen Forschung und Entwicklung auch auf die Evaluation zu erfolgen hat. Ein Forschungsbeirat wurde eingerichtet (vgl. AstG 1999, § 24), in den jährlich erstellten Tätigkeitsberichten wurde auch die Forschungsaktivitäten und Forschungskooperationen der Religionspädagogischen Akademie der Diözese Gurk dokumentiert und publiziert.

3.   Religionspädagogische Akademie und Religionspädagogisches Institut der Diözese Gurk

4.   Vgl. www.kphe-kaernten.at/ Forschung und Entwicklung

5.   Aufbauend auf dem Ansatz des Engländers John Elliott, dass Aktionsforschung die systematische Reflexion von Praktikern über ihr Handeln ist in der Absicht, es weiterzuentwickeln, haben die österreichischen Pädagogen

      Peter Posch und Herbert Altrichter ein Handbuch über die methodische
Unterstützung zur Weiterentwicklung der Qualität von Unterricht und Schule herausgegeben.

6.   www.kath-kirche-kaernten.at/rpa/akademielehrgaenge/alg_intervision.htm

7.   Eine differenzierte Darlegung von Entstehungsgeschichte, Entwicklung und Praxis dieser als „Révision de vie“ bekannten Methode findet sich in: Repplinger 165-183.

8.   Vgl. www.uibk.ac.at/rgkw/komtheo

9.   www.neuemittelschuhe.at

10. ORG/RG/NMS und HS/NMS St. Ursula in Klagenfurt, BORG/BRG/NMS und PHS/NMS der Pädagogischen Hochschule Kärnten in Klagenfurt

11. www.kirchen.net/schulen/page.asd?id=32o4

12. vgl. Lehrpläne für den kath. Religionsunterricht

LITERATUR

Altrichter, Herbert / Posch, Peter: Lehrer erforschen ihren Unterricht: eine Einführung in die Methoden der Aktionsforschung. Klinkhardt, Bad Heilbrunn, 3. Aufl. 1998.

AstG 1999: www.parlament.gv.at/PG/DE/XX/l/1o1794/fnamel4o724.pdf, 01.10.2009

Jonak, Felix / Münster, Gerhard: Die Pädagogische Hochschule, Hochschulgesetz 2005, 2. Aufl., innverlag und gatt, Innsbruck 2007

Klein, Stephanie: Erkenntnis und Methode in der Praktischen Theologie, Kohlhammer, Stuttgart 2005

Repplinger, Hermann Josef: »Révision de vie« eine mögliche Form religiöser Entscheidung“, in: Frielingsdorf, Karl / Switek, Günter (Hg.): Entscheidung aus dem Glauben. Modell für religiöse Entscheidungen und eine christliche Lebensorientierung. Grünewald, Mainz 1978.

Scharer, Matthias / Kraml, Martina (Hg.): Vom Leben herausgefordert. Praktisch-theologisches Forschen als kommunikativer Prozess, Grünewald, Mainz 2003

Tietze, Kim-Oliver: Kollegiale Beratung. Problemlösungen gemeinsam entwickeln. Rowohlt Tb., 3. Aufl. 2003

 

ZUR AUTORIN

Mag. Dr. Birgit LEITNER, Studium der Theologie, Mathematik und Schulpädagogik
in Graz und Klagenfurt,
seit 2003 Schulamtsleiterin und Fachinspektorin in der Diözese Gurk, Lehrbeauftragte an der KPHE Kärnten.
Arbeitsschwerpunkte sind Qualitätsmanagement in der LehrerInnenbildung, Religionsunterrichts- und Schulentwicklung.
 

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